News und Training

[27.09.2019] Elbspitze 2020 - am 04.07.2020 ein Samstag starten wir zum 12. Mal an der Dresdner Frauenkirche nonstop in die Alpen

Euch erwartet etwa 750km Asphalt (definitiv kein Gravel) mit einem anspruchsvollen, verkehrsarmen Elbspitzefinale über 3 eher unbekannte aber sehr attraktive Berge in einer wunderschönen Region. Seid gespannt! Streckenpräsentation am 31.10.2019

[22.07.2019] Elbspitze 2019 - 18 von 19 Starter erreichen das Ziel am Kronplatz

Mit der höchsten Finisherquote aller Zeiten ist die 11. Elbspitze nach 763 km und 11.300 Hm erfolgreich zu Ende gegangen. Wir gratulieren allen Teilnehmern zu dieser herrausragenden Leistung. Gemeinsam wurden Wetter, Verletzungen, widrigen Waldwegen mitten in der Nacht und natürlich zahlreichen Bergwertungen getrotzt und letztlich fast 3 Stunden vor dem kalkulierten Zeitplan das Ziel erreicht.

Dies belegt, wie gut unser Fahrerfeld harmoniert hat, aber auch wie reibungslos unser kleines Helferteam um Uli, Ines, Sandra, Markus, Holger, Ecki, Andreas und Philipp agierte, um die Elbspitze komfortabel und sicher ans Ziel zu führen. Euch gilt der größte Dank! Weiterhin danken wir den Gemeinden Olbernhau, Pfarrkirchen, Weißbach und Winklern für die Bereitstellung der Pausenstützpunkte und unseren treuen und neuen Sponsoren PimpUp YourHandy, Tretmühle, Maris Computer GmbH, Die Waffelmacher, SWT Sanitär und Wärmetechnik Service GmbH, Braun & Noack Kommunaltechnick GmbH, Matthes Baumontagen GmbH und Ingenieurbüro für Medizintechnik Dresden GmbH

Vermisste Teile, bitte bei der Orga melden oder direkt beim betreffenden melden, falls gefunden

- Georg Inderst: Armlinge (dünne schwarze Castelli, mit UV Schutz und Größe M)

Bilder vom Rennleiter

Bilder TEIL 1 vom Fotografen Philipp Zieger

Bilder TEIL 2 vom Fotografen Philipp Zieger

Wenn ihr zufrieden mit Philipps Arbeit seid könnt ihr ihm einen Betrag eures ermessens zukommen lassen: https://www.paypal.me/PZieger oder Philipp Zieger, GLS Gemeinschaftsbank eG, IBAN: DE 14 4306 0967 1164 4004 00, BIC: GENODEM1GLS.

NamePlatzierungZeitBergpunkte (*Master)Rote Punkte
Sirko Kamusella (Sieger)133:0013520
Thomas Hoffmeister (Bergkönig,Sonderwertung)2+0:121651
Frank Lehmann3+0:24220
Peter Benedix4+0:58100
Ringo Kuchinke5+1:07620
Gerald Hildebrandt (Grand Master)6+1:12135*0
Georg Langer7+1:221015
Georg Inderst8+1:27360
Ronald Czekalla (Bergmaster)9+1:34155*0
Bruno Schädlich10+1:36330
Nico Kuchinke11+1:434913
Jan Kubetzek12+1:4684
Rico Werner13+1:4850
Annett Jalowi (Siegerin)14+2:2400
Vincenz Porstmann15+2:29140
Christian Kranert16+2:3014
Jens Eisenreich17+2:3354*0
Topias Thomsen (Aktivster Fahrer)18+2:3689*67

An dieser Stelle sollen traditionell wieder Erlebnisberichte erscheinen (bitte an jens@elbspitze.de) schicken, wir freuen uns auf eure niedergeschriebenen Eindrücke!

Es folgen die bisher eingetroffenen Berichte von

Thomas

Sirko

Annett

Ronald

Georg Inderst

Jan

Bruno

Georg Langer

Jens Eisenreich

Vincenzo

Elbspitze (Thomas)

Meine Erwartungen an die Radsaison 2019 wurden während der achtzehnstündigen Triumphfahrt beim RATA und den unvergesslichen, zusammenschweißenden Eindrücken gemeinsam mit Peter, Holger, Hilde, Matze und den vielen weiteren Teilhabern/innen mehr als erfüllt. Ich bin bereits heute, am 16 Juli 2019, zufrieden und hatte mir in den ersten schweren Stunden des RATA zugestanden, die Elbspitze auszulassen, wenn ich in Nauders würde bestehen. So die Theorie. Die Praxis läuteten Hilde und ich abends nach dem RATA ein, indem ich nun auch mit zwei Moods und paar Gläsern Vino in die Offseason verabschiedet wurde. Die Familie war auch glücklich mit den Plänen, nur der Geist grübelte bereits 5 Tage nach Nauders, ob es das jetzt schon gewesen sein soll. Am Tag 6 wollte der Geist am Heimweg die Form antesten und mutete dem Fleisch 348W auf 8‘ zu, was das Fleisch ohne Murren in den Asphalt brannte. Peter meinte auf Strava: „und was machen wir nun aus der guten Form?“ Meine Antwort hieß, wenn das Wetter passt, stehe ich am Start bei der 11. Elbspitze zum Kronplatz. Also hieß es ab Tag 7 nach der Moods – Rücktritt vom Rücktritt, die Saison wird um 3 Wochen verlängert und das Training fortan wieder aufgenommen. Fazit vom 16.07.2019 – die Form stimmt, die Moods lasse ich mir dennoch nicht nehmen und die Elbspitze kann kommen. 27 Tütchen Malto/Fructosemix zum Anmischen der Schweineplempe habe ich gestern abgewogen. Die Klamotten sind weitestgehend gepackt, das Addict ist bereit und ich habe Bock auf den Ritt zum Kronplatz. 778km mit 11.000 hm warten auf uns reichlich 20 Fahrer und es wird wie jedes Jahr ein Teamevent der Extraklasse, mit vielen glücklichen Gesichtern im Ziel, mit vielen unvergesslichen Momenten während der rund 36h Radreise (brutto!) dessen bin ich mir sicher.

Jetzt ist die Saison wirklich vorbei und eine der schönsten Elbspitzen liegt hinter uns. So wenig aufgeregt wie nie zuvor genoss ich die Stunden vorm Start. 3:15 Uhr klingelte der Wecker. Aufstehen, Zähne putzen, Radklamotten anziehen, zwei Kaffee und 500ml Rote Beetesaft mit 60gr. Malto in den Tank gekippt und schon stand ich Gewehr bei Fuß zum großen Saisonfinale. Holger war überpünktlich da und nahm mich mit zur Frauenkirche, ich hatte gehörig Bock aber gar keinen Erfolgsdruck. Nur 19 Starter fanden sich an der Frauenkirche ein, ein kleines und hoffentlich homogenes und starkes Feld hoffte ich. Erstmalig verließen wir Sachsen über den Erzgebirgskreis, im Olbernhauer Schwimmbad sangen wir Wolfgang unserem Mann der 1. Stunde im Betreuerteam das Geburtstagsständchen zum 70. (hat er es inzwischen realisiert  das wir nur seinetwegen gekommen waren), wurden vom Bürgermeister Olbernhaus und ich persönlich noch von der Familie empfangen. Ich genoss die Reise durch die Heimat in vollen Zügen, freute mich über die Augenblicke mit der Familie zu sprechen, ließ die Blicke bei der Durchfahrt Neuhausens, Olbernhaus schweifen und sicherte mir am Rungstock trotz einiger schmerzvoller Bubelstiche die 1. Bergwertung, die traditionell immer der spätere Bergkönig für sich entschieden hat mit einem finalen Antritt. Das Feld lief wie ein diszipliniert organisierter Elitetrupp mit Spezialauftrag in den italienischen Dolomiten, den Kronplatz einzunehmen. Wir brauchten 19 Kämpfer im Ziel und so fuhren wir auch, einer für alle und alle für einen. Es lief, wie am Schnürchen. Keine Ziehharmonika, keine rausplatzenden Fahrer, keine zu harte Führungsarbeit. Wir fuhren wie auf Schienen im ICE, da kann man schließlich auch nicht einfach aussteigen, wenn es einem zu schnell wird. Dank dieser Leistung, guten Wetterbedingungen samt etwas Rückenwind waren wir stets deutlich vorm Zeitplan und das trotz reichlich Zugabe an den Pausen. Sinnbildlich für den Speed unseres Zugabteils trotz 765km ist das erstmalige Finish der ersten Fahrer bereits am frühen Nachmittag, dem noch über 30er Schnitt am Glockner und dem insgesamt 29,1er Schnitt trotz Schiebepassagen auf legendären Kronplatzgravel. Einfach genial diese Elbspitze, dieses Team, die aufopferungsvollen Helfer, die einem mit Hingabe alle Wünsche erfüllen wollen, die vielen glücklichen Gesichter im Hotel, die Spekulation über das kommende Ziel und die ersten mündlichen Anmeldungen für 2020. Persönlich habe ich die sturzbedingte Aufgabe aus dem letzten Jahr abgestreift und die noch anliegende Topform gut genutzt. Platz zwei am Kronplatz hinter dem Gravelking Sirko und vor dem im Finale tapfer kämpfenden Franki. Souverän den Bergkönig gegen einen lange gegenhaltenden Bubel in Topform eingefahren und zudem Edelweiß am Glockner übergestreift. Sportlich gesehen ein Wettkampf, wie aus dem Bilderbuch. Im Rückblick gesehen eine bravouröse Teamvorstellung, wenn ich bedenke, wie die Helfer und Fahrer gegenseitig Rücksicht nahmen und insgesamt 18/19 Leute ins Ziel brachten. Bei Sonne und besten Bedingungen störte die meisten und mich selbst nicht einmal der absolut rennraduntaugliche 5km Endgegner hinauf zum Kronplatz, den ich teils zu Fuß absolvierte. Lässig und irgendwie elbspitzelike musste ich sogar lächeln, wo ich hätte eigentlich fluchen sollen. Es war einfach schön mit Euch allen unterwegs zu sein. Und wie jedes Jahr, ja es war meine letzte Elbspitze :-)

Elbspitze - "It's not fucking ridable" (Sirko)

James Hayden hatte also doch recht. Heute, am Montag nach der Elbspitze, 16 min Fahrzeit nach meiner Zieleinfahrt als Erster am Kronplatz, hat es mir also doch den Mantel zerfetzt. Beim näheren Betrachten der Felge sind schon einige tiefer Kratzer drin, welche ich dem Plasteding vielleicht hätte ersparen können, wenn ich nicht bis zum Schluss darum gekämpft hätte, dass der Kronplatz im Jahr 2019 eben doch fahrbar sei. Unter mühevollem und doch gleichmäßigen Pressen hatte sich das Plasteding bis auf 2105 Meter hochgewühlt ohne Ausklicken. 1.2 km vorm Ziel war der Traum leider vorbei, kein Degga-Flüsterasphalt: Ich hatte die Kehre nach der Flachpassage zwar großzügig ausgefahren zum Schwungholen, aber der Schwung reichte bei weitem nicht um die fehlende Traktion auszugleichen. An Zwei weiteren Rampen musste ich erneut schieben, insgesamt vielleicht 100 Meter, Wahnsinn.

Ich gehe davon aus, dass die statistisch eigentlich erwarteten 20 Teilnehmer, die diesjahr nicht starteten, sich in 50% "verhindert wegen Familienurlaub in den Ferien" und 50% in "was hat denn das mit Rennradfahren oder Erlebnis-orientiert zu tun" (Zitat Columbinarer oder Gallo am Smrk). Ich habe noch genau das Gejammer im Ohr, über verschlissene Schuhplatten und das ganze andere "zerstörte gute Material". Ja, ihr habt recht behalten. Und auch wenn die Abenteuerlust und Freude über das Finish den meisten Kronplatzbezwingern anzusehen war, so doch auch im gleichen Maße das Mitleid mit dem eigenen Rad und ein wenig Wehleid die Entscheidung Pro-Kronplatz getroffen zu haben.

Mir war es bei der Streckenplanung ein kleines Anliegen und eine große Lust gewesen, mit etwas Schotter auf diesen Endgegner hinzuarbeiten. Als wir kurz nach Mitternacht am Högl standen und der ein oder andere sicherlich froh war, nicht im Wald auf fragwürdigen Wanderwegen zurückgeblieben (oder wie in Ronalds Fall in 2 Meter tiefe Löcher) gefallen zu sein, fühlte sich die Grundstimmung an wie "schlimmer wird es sicherlich nicht kommen". Dabei war der Högl schon eine Steigerung zum Kühberg, der von einigen als "zuviel des guten" abgeurteilt worden war.

Ach ja, wie schön, ich könnte stundenlang über den Kronplatz sinnieren, über die Pisten dieser Welt, über Thomas' Lightweigths auf dem Wurzelweg am Rotstein im Elbsandstein, oder über Ennos Boras auf dem Gelben Wanderwerg hinauf zum Loucna ... ich hatte meinen Spaß, und es gibt ein Versprechen: Elbspitze 2020 ohne Schotterberge!

Die Elbspitze 2019 hatte natürlich noch viel mehr zu bieten. In 11 Jahren hat es noch nie ein so starkes Team gegeben. Nach dem Debakel 2018 mit dem Zusammentreffen mehrer ungünstiger Faktoren (Rückenwind, extrem schwere Strecke, schwächere Fahrer) war dies ein totales Kontrastprogramm mit Zieleinlauf 2:50 Stunden vor dem Zeitplan. Was für eine Leistung, nur deshalb konnten wir alle mit der Seilbahn runter fahren und uns die Abfahrt sparen. Wir hatten bewusst probiert, eine möglichst flache Strecke zu finden und dabei eine deutliche Streckenverlängerung in Kauf zu nehmen, was Netto dann großes Zeitsparpotential generiert. Diesen Potential hat unsere kleine Truppe gnadenlos ausgenutzt!

Ein ganz großes Highlight war auch die Glocknerüberfahrt, 4:45 ritten wir an der Embachkapelle ein und erlebten den Sonnenaufgang auf der Hochalpenstraße. Für mich war es eine der Stimmungsvollsten Passfahrten überhaupt. Einige von uns wissen, dass es hier im Sommer auch ganz anders aussehen kann.

Ein ganz großes Lowlight hingegen war der Sturz von Ringo und Anett in Čelákovy. Eine recht steile Kurve mit Gegenverkehr und vermutlich gerade frisch nass geworden. Bei Nico sah ich schon das blockierende Hinterrad eine Kurve zuvor, sodass ich sofort auf Defensivmodus umschaltet und die Finger von der Bremse nahm, nachdem die Geschwindigkeit auf 35 km/h reduziert worden war. Ich sah weg, als Ringo unbebremst Richtung Leitblanke rutschte, ich wollte gar nicht wissen was jetzt alles gleich zu Bruch geht. Die Wunden waren tief und ekelig. Anett war krass unter Schock, kreidebleich und nicht mehr 100% anwesend. Bei ihr dachte ich nicht, dass sie nochmal aufs Rad steigt. Bei Ringo hingegen dachte ich nicht, dass er mit jeder Stunde immer weiter zugrunde ging. Wie er im Fusch dem Besenwagen entkommen ist bleibt mir weiterhin rätselhaft. Völlig abgedreht dann auch sein Einritt als 5. am Kronplatz, gezeichnet mit einer weiteren Schicht Dreck von einem neuerlichen Sturz am Schlussberg, was für ein Krieger. Anett hat das Ding auch wieder solide heimgebracht, ganz stark, was für eine Story!

Un bei mir? Im Januar hatte ich endlich mein Trainingstagebuch in Anlehnung an Roberts' so umgestellt, dass sich alles nur noch um ATL und CTL dreht (also letztlich Erfassung normalisierter Leistung und Trimp-Punkte). Dabei ging es mir eigentlich nur akut um die Wintersaison und ein gutes Ergebnis beim Jiz50, später dann natürlich auch Miriquidi und K70. Die Lange Wintersaison endete am 23.3. mit einer epischen Skiketour auf den großen Winterberg, bei der Ines mich auf dem ERW optimal vorgeschädigt hatte und sich entsprechend künftige Winterziele umso schlimmer ins Gehirn einbrannten. Dann begann ich erstmal vorrangig mit Laufen und ein bisschen Radfahren, lag bei der V2 als Vorletzter der ersten Gruppe oben bei Krasny Les in irgendeiner Wiese und erntete hämische Blicke, und wusste eigentlich noch nicht was 2019 noch so werden sollte.

Diese Ungewissheit verschwand dann im April: Mit Luise auf dem Tandem knackte ich mein Lebens-CP50 am Jauerling, den ich ebenso wie den Klet' schon ewig befahren wollte. Dann kündigte sich noch ein Radurlaub mit Pa 4 Wochen vor der Elbspitze an und es war klar: es wird eine kurze, intensive Radsaison. Vor allem die 2 Urlaube waren eine Gemeinsamkeit mit der sehr guten Saison 2015. Letztere hatte als Alleinstellungsmerkmal außerdem Eisen+VitaminB12-Nahrungsergänzung sowie frühzeitig extensives Schwellentraining. Das Eisen habe ich diesjahr zwar erst die letzten 10 Tage genommen, aber ansonsten immer sehr auf hochwertiges Training geachtet und mich kontinuierlich steigernd auf ein Pensum hochgearbeitet, welches 84 min @ 300 W jeden Tag entspricht, der höchste Werte den ich je hatte. Etwas Frische vorrausgesetzt ist dann wahrscheinlich jedem Ausdauersportler klar, dass die Form zwangsläufig sehr, sehr gut war.

Klar, mein Chef würde sagen "Das reicht nicht", da muss mehr kommen, aber mehr geht eben nicht, bei 5.0 W/kg ist bei mir Schluss, und die Wintermuskulator war leider noch nicht komplett abgebaut. Thomas war klar der stärkere und hat daran wenig Zweifel gelassen. So setzt sich die Tradition fort, dass das Gelbe eben oft der zweitstärkste Fahrer im Feld trägt. Ich bin mit meiner Leistung superzufrieden, hatte viel Spaß mit Thomas, Nico und Frank und vielen anderen Bergziegen (und etwas weniger Spaß in Mostek mit Georg und Bruno ;-)), und auch mit Topias vorn als Diesel im Wind.

Die 11. Elbspitze hat quasi alles umgesetzt, was man sich als Organisator so vorstellt und plant. Die Elbspitze, das seid ihr Fahrer aber vor allem auch ihr Helfer, welche das immer wieder gepriesene familiäre Flair erzeugen. Es ist quasi euer Event, ihr formt aus, was vorher nur als Idee existiert, ohne euch keine Elbspitze, so einfach ist das. Darauf könnt ihr stolz sein. Wir als Orga sind auf jedenfall stolz und dankbar, solche tatkräftigen Helfer und begeisterten Sportler an Bord zu haben!

Bergsüchtig - Warum ein Teil von uns Elbspitzlern dieses Jahr mit Lauf- anstelle Radschuhen durchs Zielbanner marschierte (Annett)

Irgendwie verfolgen sie mich, die Berge. Bereits im zarten Alter von fünf Jahren haben mich meine Eltern und Großeltern über die Berge der Hohen Tatra oder des Elbsandsteingebirges gejagt. Wie habe ich es „geliebt“ aber es scheint es etwas mit mir gemacht zu haben, denn Fakt ist: sie ziehen mich magisch an, beim Wandern oder im Rahmen von Wettkämpfen, wie dem „Norseman Xtreme Triathlon“ oder der „Elbspitze“.

Doch bei der Elbspitze kam nach dem Finish im letzten Jahr noch etwas ganz Entscheidendes hinzu: die Gruppe von Mitfahrern, sowohl auf dem Fahrrad als auch in den Begleitfahrzeugen. Rein sportlich betrachtet hatte ich mit dem Finish im letzten Jahr mein Ziel erreicht. Kaum zu Hause angekommen war Hunger auf eine Wiederholungstat, zusammen mit den anderen Verrückten ungebrochen: 36 Stunden auf dem Rad, Freud und Leid miteinander zu teilen haben etwas Besonderes.

Als der Zielgipfel für 2019 verkündet wurde, habe ich mir die Strecke zeitnah genauer angesehen und festgestellt, dass wir im Dezember 2018 für ein paar Urlaubstage zum Langlaufen unweit verweilen würden, im „Antholzer Tal“.

Kaum waren wir vor Ort hatte ich den Schlussanstieg „Kronplatz“ täglich im Visier und erspähte bald auch schon den vorhergehenden Anstieg „Staller Sattel“. Pünktlich zum 24.12.18 gab es kein Halten mehr, die Neugier siegte über die Vernunft. Die Loipe um den „Antholzer See“ und zum Sattel hoch war noch nicht präpariert, aber ich wollte es wissen und zog trotzdem los - erst skatete ein ganzes Stück den Anstieg hoch, als der Schnee jedoch zu tief wurde joggte ich weiter und zum Schluss wanderte ich nur noch, aber ich kam oben an und seit dem sind „Staller Sattel“ und Elbspitze 2019 einmal mehr in meinen Gedanken präsent.

Doch vorerst hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn mein Trainings-Zeitkontingent wochentags war beschränkt und meine Radkilometer entsprechend dünn. Der Liebste und ich waren uns sicher: 2019 war die Sache mit dem 7xx Kilometern und 10.xxx Höhenmetern Radfahren im Juli unrealistisch. Ich trainierte verhältnismäßig wenig, aber wenn ich fuhr spürte ich, dass es gut ging, viel besser als im Vorjahr. Ich absolvierte drei der offiziellen Elbspitze-Vorbereitungstouren sowie ein 200er und 300er Brevet. Nur zum Spaß natürlich  Auch im Mai sagten wir uns noch: „Nein, die Elbspitze ist in diesem Jahr unrealistisch.“

„Rein zufällig“ hatte ich Anfang Juni dann die Möglichkeit mit den Petz-Racern Robert, Thomas, Vincent und Hendrik nach Livigno zu fahren. Livigno, da wollte ich schon immer mal hin. Fünf Tage essen, schlafen, Radfahren. Passt.

Die fünf Tage brachten nicht nur jede Menge Spaß und Bergabenteuer sondern auch wertvolle Trainingskilometer und zusätzliche Beinmukkis.

Sieben Tage später stand ich kurzentschlossen an der Startlinie des Rübezahlmarathons im Riesengebirge und weitere vierzehn Tage später an der des „Dreiländergiros“, als Ersatz für einen anderen Petzer. Beide Wettkämpfe liefen viel besser als erwartet und nach dem „Dreiländergiro“ war klar: ein Start bei der Elbspitze war unausweichlich ;-)

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Und so stand ich vergangenen Freitag pünktlich 5:00 Uhr mit achtzehn weiteren Radfahrern erneut an der Frauenkirche. Dieses Mal entspannte ich mich bereits nach den ersten 30 – 60 Minuten Fahrt deutlich. Die Beine waren gut, das Material mehr als intakt. Läuft. Dieses Gefühl sollte für die nächsten 120 – 150 Kilometer anhalten. Innerlich war ich mehr als happy, dachte lediglich: „Bleib ruhig, Mädel. Noch ist längst nicht aller Tage Abend“. Wir fuhren in einen kurzen aber sehr heftigen Regenguss. Da es warm war, störte dies jedoch nicht, sondern verlieh der ganzen Angelegenheit eine noch epischere Atmosphäre.

Als es jedoch in eine Abfahrt inkl. Kurve ging, sah ich, dass das Hinterrad von Nico wegrutschte. Einen Bruchteil später stürzte sein Bruder Ringo. Kurz danach lag ich selbst am Straßenrand. Der nasse tschechische Asphalt war spiegelglatt, stellten wir später fest.

Kaum liege ich da, denke ich im ersten Moment an mein neues Fahrrad und im nächsten an den „Staller Sattel“. „Jungs, es geht gleich wieder, ich muss mich nur kurz hinsetzen.“ Ich habe ein schlechtes Gewissen, will die Gruppe nicht bremsen. Blut und Wunden halten sich auf den ersten Blick in Grenzen und sind zügig versorgt. Kaum sitze ich jedoch, gehen vor Augen die Jalousien zu. Ich bleibe gerade noch bei mir, trinke etwas, versuche aufzustehen, die Jalousien gehen erneut zu – wieder hinsetzen, Beine hoch, noch mehr Zuckerwasser trinken. Selbst Radfahr-Heißblüter Sirko schaut mich etwas besorgt von der Seite an. „Doch so schlimm?“, denke ich. „Ich will doch zum Staller Sattel, Thomas.“, höre ich mich sagen.

Keine Ahnung wie lange ich dort sitze, liege, sitze, liege irgendwann gelingt es mir aufzustehen. Sirko meint es mit Bewegung zu versuchen um den Kreislauf anzukurbeln. Ich vertraue ihm und steige auf den Bock. Die Zähne klappern, der Körper zittert aber ich trete, zuerst ganz vorsichtig und irgendwann wieder im normalen Tempo. Die Jungs sind dufte, nehmen Rücksicht und kümmern sich um ihre beiden Sturzpiloten, denn Ringo hat ebenfalls mit Schmerzen zu kämpfen.

In der folgenden Pause, werden alle Wunden erneut versorgt. Mir wird wieder schwindelig. Also noch einmal hinsetzen, hinlegen, Beine hoch. Supporterin Ines versorgt mich fachmännisch. Das soll bis zur Heimfahrt so bleiben. Lieben Dank noch einmal dafür!!! Doch bald schon betätigt Rennleiter Ecki die Hupe und der Tross rollt los. Auch dieser Abschnitt wird zäh. Ich fühle mich schwerfällig, hadere innerlich, will mich hinlegen, einfach nur hinlegen. Wie schön es im Betreuerbus auf der Rücksitzbank wäre, stelle ich mir immer wieder vor.

Die nächste Pause kommt. Ich quäle mir ein paar Nudeln rein und beschließe mich kurz in den Transporter zu legen, einfach mal Augen schließen. Sandra hat die gute Mollidecke dabei und so mache ich es mir gemütlich. Nach etwa 10 Minuten dösen stehe ich wieder auf und spüre sofort, dass es mir besser geht. Der nächste Abschnitt in die Nacht hinein wird reiner Hochgenuss. Die Beine sind super, der Kampfgeist zurück. Den schottrigen „Högl“ bei Salzburg fliege ich für meine Verhältnisse hoch und kann einigen Herren sogar mein Hinterrad zeigen :-)

Von da an bin ich zurück im Geschehen. Körperlich gibt es keine tiefen Tiefs mehr, lediglich den ganz normalen „Verfall“, der sich im Laufe der Kilometer bei wohl jedem einstellt. Wir erobern den Großglockner, reiten hinunter ins Tal, kämpfen uns durch den Urlaubsverkehr von Lienz und biegen irgendwann in den Anstieg des „Staller Sattel“. Ich bin abgekämpft, aber glücklich. Nach 36 km kommen wir oben an und mir entwischt ein kleiner Freudenschrei. „Staller Sattel“ du hast mich wieder.

Der Rest ist Kür: durchs „Antholzer Tal“ und zum Schlussanstieg. Nach etwa 10 Kilometern des Kronplatz-Anstieges endet der Asphalt. Mein Mann, Jens und Hoffi empfangen uns, die fünf letzten Radler. Thomas sagt, dass die verbleibenden 500 schottrigen Höhenmeter nahezu unfahrbar sind. Aus diesem Grund hätte die Rennleitung entschieden, das Finish an der Stelle ebenfalls anerkannt wird. Nicht wirklich glücklich darüber, sage ich zu den Jungs: „Das ist doch ein sch... Finish, fühlt sich unvollständig an.“ Wir sind uns einig und schnell wechseln Supporter-Turnschuhe ihren Besitzer. Gute 60 Minuten dürfen wir abgekämpft aber stolz durch das Zielbanner schreiten.

Merke: Eine Sache ist erst zu Ende, wenn sie zu Ende ist.

1. Elbspitze ; 1. Ultradistanz; 1. Nachtdurchfahrt!! (Ronald)

Fast 600 KM bis an die Alpen „rollern“ und dann kommt noch der Ötztaler hinten dran!!! So war es bei mir im Kopf.

Alles ging schon mal mit ´nem tollen Gefühl und Bild Freitag früh um 5.00 Uhr an der Frauenkirche in Dresden los. Start, Runde um die Frauenkirche und raus aus Dresden Richtung Tschechien mit einigen Rad-Begleitern und ständigen Anfeuerern an der Strasse. Sogar mit kleinem Feuerwerk am Strassenrand. Klasse!

Zwei Lokomotiven spannten sich gleich von Anfang an vor das Fahrerfeld. Absoluten Respekt und Dank an Topias und Ringo. Was die beiden in den Ebenen gebolzt haben....Hammer. Nach dem ersten Stop in Olbernhau auch gleich die erste Bergwertung. Hier fuhr ich auch erst einmal mit meiner "Durchhaltetaktik" für die gesamte Strecke hoch. Oben war ich ……??? irgendwo im Feld, war mir Wurscht. Aber danach klärte mich Sirko noch mal über die Punkte in den Bergen der Grand Master auf und ob ich denn einfach so diese Bergwertung verschenken will? Danach „musste“ ich und habe ich dann die Taktik ändern „müssen“ und lieferte ich mir mit Gerald an den nächsten und allen Wertungen in den Bergen ein tollen Zweikampf. Hier musste ich erst einmal die verlorenen Punkte aufholen. Egal ob Doppelbergwertung oder Soloberge, lange war Gleichstand oder sehr knappe Unterschiede. Sehr motivierend. Aber auch extrem Körner fressende Einlagen waren das.

Die 2 Einlagen mit Schotterbergwertungen waren auch der Hammer und Kraftraubend. Cool war, dass eine davon mitten in der Nacht als Aufmunterung eingeschoben wurde. UND gerade diese hatte speziell für mich nen Adrenalinkick der feinsten Art. An den steilen Schotterpassagen drückte ich ca. 5m hinter Sirko auf der rechten Seite vom Weg . Ich dachte hier, nur dran bleiben weil ich meinen Track noch nicht geladen hatte und vll. verfahren konnte. Nach einem sehr steilen Stück und kurz vor der Linkskehre sah ich hinter mir ein Licht „aufblitzen“. Drehte mich rum, und rutschte (weil soweit rechts) mit dem Vorderrad ab und in ein ca. 2 Meter tiefes Baggerloch , welche für Wasserauffänge angelegt werden. Schlug mit dem Lenker, Kopf und Schulter auf! Scheiße…. Hoch krabbeln ging nicht so einfach, im Sand rutschte ich wie ne Ameise immer wieder runter. 3 Anläufe brauchte ich und Bergsteigerqualitäten (lachh). In der Zeit für Nico und Georg an mir vorbei. Mit nem Spruch wie ich denn dort unten hin komme? Kurz vor Gerald konnte ich wieder aufsatteln und bin Anschlag zur Bergwertung geknallt. Oben dann waren mir dann auch einige lustige Sprüche in der Nacht sicher. Also einschlafen war nicht!

Resultat: diese Bergwertung der GM gewonnen, aber linker Bremsgriff verbogen, Helm zerschürft und mein Handgelenk+Schulter waren dann am nächsten Tag schmerzhaft und ein wenig dick. . Gerade vom Staller-Sattel runter und zum Kronplatz hoch konnte ich leider nicht mehr mit der linken Hand den Lenker beim Bremsen und im Schotter bergauf voll zu packen.

Aber wie ich diese Einheiten an den Bergen dann am nächsten Tag und bis zum Kronplatz verkraften werde, wusste ich hier noch nicht.

Die Nacht war aber erstaunlich gut für mich verlaufen. Kaum müde und die zügige Rollerei im Feld waren ein tolles Erlebnis. Auch hier noch mal Danke an die ICE-Lokomotiven in den Ebenen.

Ein Wahnsinns Erlebnis und Augenschmaus war der Sonnenaufgang zum Großglockner komplett im Dunkeln rein gefahren und den Morgen „genießen“. Diesen Scharfrichter habe ich mir von unten an top eingeteilt. Sonnenaufgangpanorama am Alpenhauptkamm. Krass!! 2-3 Kehren über mir sah ich Thomas von der Edelweißspitze die Sonderwertung abholend über mir zum Hochtor fahren. Dort wollte ich zwar eigentlich auch hoch, aber hätte dann wohl die HC-Punkt am Hochtor nicht einkassiert.

Geile Abfahrt Heiligen Blut runter. Müdigkeitsanfall zur Anfahrt der letzten Verpflegungspause nach Winklern. Zusammen mit Bruno sind wir hier beide gerade so dem Einschlaf entkommen. Zumal oben am Hochtor die Ansage kam: 8 KM bis Winklern!!!!. 8x4 wurden es dann!!! Diese Zeit bleibt mir wohl auch noch ewig im Kopfe.

Frühstück in Winklern und danach die letzten beiden Bergwertung mit genommen.

Den mir unbekannten unrhythmischen Stallersattel noch sehr motivierend mit Nico und Georg im Gegenwind rein gefahren. 13 KM und noch 600 HM vorm Sattel tankten wir noch einmal Wasser im SPAR auf. Nach ein paar Minuten für Gerald mit seiner Gruppe an uns vorbei!!! Was nun? Nico hatte für uns auch noch nen Eis geholt, das wollte ich jetzt nicht mehr. Bin alleine weiter, weil ich jetzt Bammel hatte, dass sie es noch mit dem Grün schaffen wollen. Gruppe eingeholt und mein Ding weiter gedrückt. Bergwertung geholt, aber leider die Durchfahrtsampel von der 1-15 Minute jeder Stunde nicht geschafft, also warten bis zum nächsten Durchlass. Diese lange Zusatzpause am Staller Sattel zog mir auch voll den Stecker für den Schlussanstieg am Kronplatz. Stallersattel runter(Handgelenk und Schulterschmerzen von der Nacht) und nun Gegenwind und Backofen bis zum Kronplatzsockel. Ekelhaft.

1300 HM noch! Hammerrampen bis zum Furkelpass. Alles Spass bis hierhin, aber danach.....die letzten Kilometer auf den Gipfel. SCHOTTER!! %Rampen. Hab ich zwar gewusst, aber keinen Bums mehr in den Beinen für die Schotterprozente. Schiebepassagen!!. Keinen Grib weil auch keine Kraft mehr. So extrem hab ich diesen Anstieg nicht erwartet. Aber Wurscht, hoch gequält. Zieleinlauf. Geil. Grand Master Bergtrikot erkämpft.

Zusammenfassung: Extrem geile familiäre Veranstaltung, extrem motivierende und leidenschaftliche Rennleiter, Helferinnen, Helfer + Fotograf, extreme gute Pausenversorgungen von Info´s und Essen+Trinken. Von Anfang bis zum Ende perfekt durch organisiert! Großes Lob.

Das Fahren mit und in der Gruppe war perfekt. Viele neue „Verrückte“ kennengelernt.

Glückwunsch an alle Finisher und Sieger der Wertungen. Sehr motivierendes Duell mit Gerald über die Distanz und gerechte Teilung der Trikotwertungen der „alten“ Männer.

Auch großen Respekt an Annett und Ringo nach diesem Regenzwischenfall in der spiegelglatten Kurve für ihr aufstehen und durch kämpfen.

Wenn ich jemanden vergessen habe zu erwähnen, dann hier! (lachh)

Wie schon oben geschrieben, fast 600 KM bis an die Alpen „rollern“ und dann kommt noch der Ötztaler hinten dran!

Elbspitze (Georg Inderst)

Im Jahr 2017 schrieb ich, dass ich alles erreicht habe, was ich zu erreichen meinte bei einer Veranstaltung wie der Elbspitze. Das ich vielleicht aus meinem Körper das an Leistung herausgepresst habe, was möglich ist. Stimmt wohl doch nicht.

Ich meinte auch, für mich, erstmal keine Elbspitze mehr. Ich war mental bei der Fahrt zur Seiser Alm an meinem persönlichen Limit gewesen. So oft wie damals habe ich nie ans aufgeben gedacht. Die Erinnerungen daran schwebten in den letzten Tagen vor der Elbspitze 2019 wie ein Damoklesschwert über mir. Komischerweise hab ich das bei der Anmeldung vollkommen verdrängt gehabt. Ich fühlte mich zum Teil gut, zum teil eher mäßig gut vorbereitet. Die Tage vor der Abfahrt habe ich schlecht und zu wenig geschlafen, vielleicht falsch gegessen.

Die letzten Vorbereitungen, das packen und der Morgen liefen routiniert ab. Mein Plan war eigentlich, den Franki zu geben. Unauffällig mitrollen und hinten raus zünden. Wenn ich nicht vorher vom Rad steige. Eine Option, die mich vor bisher jeder Teilnahme doch immer stark beschäftigt hat. Eine Option, die ich bei einem Rennen wie der Elbspitze nicht mehr als scheitern verstehe. Zu groß sind oft genug die Ansprüche, die an Fahrer und Fahrrad spätestens mit dem Einbruch der Nacht gestellt werden.

Am Start fühlte ich mich eher so lala. Eine sehr unruhige Nacht, ich war oft wach. Trotzdem habe ich mich gefreut, viele Bekannte Gesichter nach zwei Jahren wieder zu sehen. Als wäre es gestern gewesen. Und es lag genug Zeit vor uns, um die neuen Gesichter kennen zulernen. Nach der üblichen Ansprache vom Rennleiter und einer Runde über das Kopfsteinpflaster an der Frauenkirche ging es los. Begleitet durch einige Petzracer und Dresdener ging es zügig raus aus der Stadt in der Elbflorenz. Dieses Jahr etwas anders als gewohnt. Es ging gleich hügelig zu Sache, Richtung Westerzgebirge und Olbernhau. Schön neben dem Chefe, locker plaudernd, während sich vorn das Bild manifestierte, dass sich bis zum Glockner nur unwesentlich änderte. Topias fuhr sich ins Delirium und der Rest lutschte sich gen Süden.

Irgendwann hier kam dann auch die Lust aufs weitradlfahrn zurück. Vielleicht war es auch nach der Rungstockbergwertung in CZ. Kopf und Körper haben ein paar Stunden gebraucht um sich auf das Vorhaben Elbspitze final einzuschießen. Und die aufbauenden Worte vom Chef Hoffi beflügelten auch. Und dann kam Sirko, der sich irgendwas aus meiner ersten Teilnahme und (aus heutiger Sicht völlig unrealistischen) Ambitionen von mir gemerkt hat. Und dann war da wieder die Geschichte mit dem bärtigen Typen, den er des Nachts im Delirium nicht erkannte. Irgendwie triggerte er da was in mir und ich fing an, vorsichtig in die Bergwertungen reinzuhalten. Bei der Doppelwertung sprintete ich noch mit Bruno vollkommen sinnlos, aber bestimmt schön anzusehen und die goldenene Ananas, um in Mostek dann einen panisch nach hinten blickenden Sirko 50m vor uns her zu jagen. Sinnlos Körner verballern, ohne dass es sich nach Verschleiß anfühlt. Ein bisschen Ehrgeiz wurde geweckt, etwas mehr Abwechslung war dabei und der ursprüngliche Plan war vergessen.

Zwischendurch versuchte ich mich immer ein bisschen zu verstecken. Halbwegs klug fahren, Energie sammeln, maximal zweite Reihe, ausreichend essen. Landschaft genießen. In der Tschechischen Ebene regneten wir dann einmal komplett ein. Es war immer mal wieder leicht feucht von oben, viel länger feucht von unten und dann wurde einmal richtig aus dem Himmel rausgelassen, was ging. So eine Dusche hätte ich nicht gebraucht. Auf der regennassen Fahrbahn monierten auch einige die Traktion ihrer Reifen (also irgendwie die Conti GP5000s Fraktion). Es wurde zwar vorsichtiger gefahren, aber in einer, sonst nicht so technischen anspruchsvollen Linkskurve kam es dann für Ringo und Annette zum Sturz. Für beide gab es Gott sei dank keine größeren Verletzungen. Etwas Haut und leichte Prellungen. Für beide kein Grund aufzugeben. Nach dem sie verarztet wurden, die Räder gecheckt und alle tief durchgeatmet hatten, ging es weiter. Der luxoriöse Zeitpuffer, den Topias und Ringo vorher herausgefahren hatten, schrumpfte aber nur kurzzeitig. Wie Maschinen ackerten sie weiter im Wind.

Mit dem Beginn der Abenddämmerung kam ich dann zum ersten mal ins straucheln. Mein Rücklicht spielte nicht mit und hat sich kurzerhand verabschiedet. Ein Ersatzlicht vom Rennleiter war nicht so schnell gefunden wie die Gruppe losgefahren ist und hinterher ballern war schlicht unmöglich, wenn Topias wie ein Moped die Gruppe mit 35+X durch Bayrisch Holland zieht. Ich stieg kurz in den Bus, die Gruppe wurde per Funk eingebremst und ich vor dem Feld wieder rausgelassen. 5km Auto - naja, was solls (und nicht mal n KOM). Zu allem übel meinte jetzt die Frontleuchte - Akku leer. Im Feld war das erstmal kein Problem. Aber die Nachtbergwertung kam vor der nächsten Pause. Es war eine Gravelbergwertung. Das Feld hielt netterweise nochmal für mich an (nutzte es als Biopause) und ich konnte die Supernova mit Akku und Ladekabel versorgen.

Die zweite Gravelbergwertung, der Högl, zeigte sich brutaler als ich es erwartet hätte. Crossen kann ich ja eigentlich halbwegs ordentlich. Auch im dunkeln. Aber diese Rampe war eine Ansage. Mitten im Anstieg leuchtete mir plötzlich eine Lampe entgegen. Doch statt des Fotografen, den ich so erwartet hätte, kletterte Ronald aus einem 2m tiefen Graben neben dem Weg. Ihm und dem Rad ist zum Glück nichts passiert. Sorgte aber für mehr Aufmerksamkeit bei mir. Ich hatte mich mittlerweile auf vierte Plätze an den Bergwertungen eingeschossen. Für einen Berliner gar nicht so schlecht. Bis zur Nachtpause standen noch gut 1,5h und von dort noch etwa genauso lange bis zum Fuße des Glockners. Hier schlug das erste und einzige mal die Müdigkeit ein. In der Gruppe nicht immer ganz ungefährlich, das fordert viel Konzentration von einem ab.

Der erste Endgegner forderte dann aber so viel, dass ich keine Zeit mehr hatte um Müde zu sein. Die Großglockner Hochalpenstraße zieht sich mit über 20 Kilometern und knapp 8% im Schnitt und fordert einem auch ausgeruht mit den vielen langen Passagen über 10% Steigung alles ab. Neben den bisher zwei Gravelbergwertungen, von denen insbesondere der Högl im Dunkeln schon den Begriff episch in Spiel brachte - hier setzte der Sonnenaufgang in der Hochalpenstraße noch einen drauf. Hier hätte auch Schluss sein können. In der gleißenden Morgensonne um kurz nach 7 auf 2504 Metern Höhe. Aber die Elbspitze wäre nicht die Elbspitze wenn Sirko nicht den Begriff "Episch" potenzieren würde.

Nach einer bitterkalten Abfahrt nach Winklern und ausgiebigen Frühstück auf dem Marktplatz ging es bei angenehm warmen Temperaturen über den Iselsberg Richtung Staller Sattel. Mit Ronald und Nico haben wir uns bis zur Hälfte dieses kaugummiartigen Anstiegs durch das Defereggental gestützt um nach dem Spar-Stopp in St. Johann unser eigenes Ding zu machen. Für Ronald ging es um die Masters-Bergwertung, für mich noch um die letzten Bergpunkte und die nach uns gestartete Gruppe passierte uns beim Eis essen. Die ursprünglich anvisierte Ampelphasevon 13:00 bis 13:15 oben am Berg hätten wir eh nicht mehr geschafft. Die Grünschaltung haben nur vier Fahrer püntklich erreicht. Alle anderen haben die um 14:00 gepackt.

Am Ende der Abfahrt entschied ich mich dann für ein langes Solo - im guten Glauben, dass Gesamtplatz 5 noch möglich sei. Aber Ringo war uns in der Abfahrt schon weit enteilt. Im Furkelpass mit seinen mörderischen Rampen quetschte ich in der italienischen Mittagshitze aus den Beinen was noch ging um am Ende auf den finalen 3,5 Gravelkilometern grandios zu Grunde zu gehen. Keiner schaffte es, diesen Streckenteil komplett zu fahren. Cleats und Schuhe wurden Opfer eines Fußmarsches durch Schotter, Sand und Kuhwiese. Wann immer es irgendwie möglich erschien, stieg ich auf und versuchte zu fahren. Gerald und Georg L. entdeckten noch die x-te Luft hinter mir. Ich musste mich ihnen geschlagen geben. In der Form hat mich bisher nur der Wurzenpass auf dem Weg zum Mangart gebrochen. Ein großartiges Finale, das Mensch und Maschine alles abverlangte. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich Sirko für die Strecke verfluchte. Aber schnaufend und total erledigt habe ich nach 34:20h Bruttofahrzeit das Ziel auf dem Kronplatz erreicht.

Elbspitze (Jan)

Elbspitze, der Ultrabergmarathon, schon zwei Jahre verfolge ich das Geschehen um die Dresdner Marathonösen und es hat mich immer fasziniert, wie man solche Leistungen nur vollbringen kann. Nun zwei Jahre später stehe ich selbst in Dresden an der Frauenkirche, um 5 Uhr morgens und es geht los in Richtung Alpen. Viele Gedanken hatte ich im Vorfeld ob das alles gut geht. Ehrlich gesagt hatte ich die Hosen richtig voll und das ich mit Erkältung am Start stehe, macht die Sache nicht besser. Aber, O-Ton Thomas, manchmal muss man eben auf die Zähne beißen. Der Satz hat sich eingebrannt.

Aufgebaut haben mich auch meine zwei Fans, Lisa und Justus, die früh an der Frauenkirche standen. Danke dafür.

5 Uhr ging’s dann los und alle negativen Gedanken waren weg. So flog die Zeit genauso dahin wie das Fahrerfeld. Alles ging rasend schnell. Nico und Topias lieferten sich ein schönes Duell an der Spitze des Feldes um den roten Lappen und zogen das Feld schön schnell über die Strecke. Klasse was ihr zwei da vorn abgeliefert habt. Immer schön im Rausch der Geschwindigkeit von Bergwertung zu Bergwertung und von Pause zu Pause. Ein super harmonisches Feld waren wir.(Hier schon mal Danke an alle Fahrer für das gute Teamwork) Kein Gemecker, keiner platzte hinten raus. So hätte es weiter gehen können. Leider gab es dann nach dem Platzregen den ersten Sturz auf spiegelglatter Straße. Ich hatte viel Glück. Bei mir ging nur das Hinterrad weg aber vorne flogen sie auf einmal. Annett und Ringo hatte es in einer abschüssigen Linkskurve erwischt. Von hinten sah es schon übel aus wie die zwei über den Asphalt schlitterten aber außer den üblichen (sehr schmerzhaften) Schürfwunden, zum Glück nichts weiter passiert. Trotzdem für mich krass was beide für einen Willen an den Tag legten und weiter gemacht haben. Unfassbar, wie Ringo sich über den Glockner gequält hat und am Ende auf Schotter nochmal gestürzt ist und es trotzdem zu Ende gefahren hat. Unfassbar,das Annett im Schockzustand des Sturzes schon gesagt hat „ich will den Staller Sattel fahren“ ! An mentaler Stärke ist das nicht zu überbieten. Apropos mentale Stärke. Die musste ich mir auch beweisen. Bis zu Nachtpause lief es eigentlich sehr gut. Beine gut. Keine Schmerzen groß und auch kaum Müdigkeit. Ich freute mich auf die Großklockner Hochalpenstraße. Eigentlich genau mein Ding. Schön lang, nicht Mega steil und ein hochalpines Szenario mit Sonnenaufgang am Hochtor kündigte sich an. Genießen wollte ich das, doch es wurde mein absoluter Tiefpunkt. Schon die ersten Kilometer nach der Nachtpause vielen mir schwer. Ich hatte übel mit der Müdigkeit zu kämpfen. An der Embachkapelle fing dann der Anstieg an. Ich merkte schnell das die Beine aus irgendwelchen Gründen überhaupt nicht kurbeln wollten. Am Essen hat es nicht gelegen. Es muss wohl wirklich der runter gefahre Zustand gewesen sein,der nicht mehr wie 200 Watt zugelassen hat. Für mich begann ein Kampf gegen mich selbst. Liebend gern wäre ich in ein Auto gestiegen aber mir lagen immer die Worte von Thomas im Ohr. Man muss halt mal auf die Zähne beißen. Den Kampf gegen mich und den Klockner hab ich dann doch gewonnen. Glücklich stand ich am Hochtor und bekam von Holger heißen Tee gereicht.

Im Schlussteil fiel es mir dann wieder leichter die Berge hoch zu fahren. Iselbergpass lief gut. Dann mit einer schönen Gruppe runter zum Staller Sattel. Schön warm war es da schon. Allein der viele Autoverkehr nervte. Am Staller Sattel fand ich nur die letzten Kilometer schön. Der Gegenwind im Tal war schon eine Qual aber was soll’s. Das muss man durch. Ein bisschen Ärger ich mich auch noch, nicht an Peter dran geblieben zu sein oder es zu mindest zu versuchen als er im Zeitfahrmodus im Flachstück an mir vorbei geflogen ist. Dann hätte es mit Thomas seiner Prognose, von den Top 5, geklappt weil ich dann die erste Grünphase der Ampel erwischt hätte.

Hätte, wäre,wenn.

So ging’s dann in der zweiten Grünphase runter bis zum Schlussanstieg. Eigentlich ging dort nicht mehr viel. Schönes steiles Ding, der Furker Sattel. Mir persönlich hätte das dann auch gereicht aber der Endgegner kam erst noch. Kurz vorm abbiegen auf den Schotter stand dann Andreas auf der Straße und zeigte wo es lang ging. Ich fragte noch ob jetzt der Schotter los geht. Andreas seine Antwort war „mach’s einfach“. Daran hab ich mich auch bis zum Schluss gehalten. Einfach machen auch wenn ich das Rad oft geschoben habe und vor allem geflucht habe, was das für eine scheisse ist und ich mir das nie wieder antue. Nach, für mich irgendwie unendlich, vielen Rampen war dann endlich das Ziel in Sicht. Die Letzter Meter fahrend und überglücklich ins Ziel gerollt. Gefühle sind da kaum in Worte zu fassen und ich kann es auch jetzt noch nicht. Stolz auf mich selbst. Stolz ein Teil dieser unglaublich guten Truppe gewesen zu sein. Einfach froh das es vorbei ist. Viele Gedanken gab es da. Verflogen war allerdings der Gedanke mir das nie wieder an zu tun.

Es war eine unglaubliche Grenzerfahrung, viele super sympathische Leute hab ich kennenlernen dürfen. Es ist etwas das ich wohl nicht mehr vergessen werde.

Zum Schluss meinen größten Dank an das ganze Elbspitze Team. Wahnsinn was die Helfer leisten damit wir Fahrer uns nur ums fahren kümmern können. Ihr seid unglaublich ! Danke das ich ein Teil der Elbspitzefamilie werden durfte.

Und als letztes noch:

Nach der Elbspitze ist vor der Elbspitze. :-)

Elbspitze 2019 - der Bericht eines wehleidigen Jammerlappens (Bruno)

Wie fang' ich denn dieses Jahr mit dem Bericht an?... Am besten mit einer Entschuldigung:

Entschuldigt, dass ich Euch allen wie jedes Jahr in der Nacht die Ohren vollgejammert habe. Ich war wie immer unglaublich müde. Für mich bleibt es ein Rätsel, wie das so viele Fahrer aushalten - ich habe jedes Mal das Gefühl, ich bin der einzige mit Schlafentzug.

.. und jetzt der Bericht von vorn:

Dieses Jahr startete die Elbspitze für mich eigentlich perfekt: gut geschlafen, gut gegessen, Verdauungssystem artig, pünktlich am Start und komplett klar im Kopf. So lief es dann auch am Anfang perfekt.

Ohne Ambitionen auf Punkte oder Trikots, wollte ich einfach eine schöne Elbspitze erleben und einfach "mitmachen" - egal ob ich dann irgendwann platze und aussteigen müsste. Die erste Bergwertung bei Olbernhau lief dann auch erstaunlich gut. Ich bin als 4. hinter Vincenz eingeritten und staunte doch ein wenig über meine Verfassung.

Weiter ging's durch Tschechien, wellig und easypeasy. Topias, Ringo, Georg und auch Sirko leierten an der Spitze des Feldes - ich habe mich nicht beteiligt, lag aber auch daran, dass die Jungs gar keinen anderen vorgelassen haben. Absolute Maschinen. Wir sind mit 35-40km/h durch Tschechien gepflastert und lagen extrem gut in der Zeit.

Die folgenden Bergwertungen bis zum Böhmerwald waren genau mein Ding: nicht sonderlich lang und eher leicht steigend. So konnte ich jedes Mal Punkte abstauben und mir mit Georg Inderst total sinnfreie Kämpfe um Platz 4/5 liefern. Mehr Spass hatte ich noch nie bei einer Elbspitze. Dauernd im roten Bereich, mit dem Wissen, noch 350km fahren zu müssen. Vernünftig geht anders.

Irgendwo in Tschechien hat es dann auch mal ordentlich geregnet - circa eine Stunde inkl. Starkregen und 2 Stürzen. Anett und Ringo hatte es erwischt, konnten aber weiter machen. Ich selbst habe die Aktion nicht gesehen, Ringo sah aber ganzschön zerstört aus.

Leider habe ich ein ziemliches Blackout, was so alles los war. Viele kleine Erinnerungsfetzen, aber nichts, worüber ich berichten kann..

Gegen Abend hin, in Bayern, spielte meine Verdauung dann komplett verrückt. Hätten mich die Orgas nicht 10min nach der Pause in ein Waldstück abbiegen lassen, ich hätte aufgeben müssen. So konnte ich zum Glück stark erleichtert weiter treten und zur nächsten Pause vorkämpfen.

Wie immer war das Essen und die Betreuung hervorragend. Der Ablauf in den Pausen geht bei mir inzwischen komplett automatisiert: Plempe nachfüllen, Navi an Powerbank stecken, Hygiene+Toilette (dieses Mal wieder sehr verdauungsspezifisch), Trikottaschen für die kommende Etappe füllen, Essen und Familie+Freunden berichten, das alles Ok ist. Da ich das wie ein Roboter abspulte, hatte ich immer reichlich Zeit und manchmal habe ich gehofft dass es endlich weiter geht, damit ich "im Tritt" bleibe.

Die Nacht war bei mir wiedermal das absolute Tief. Ich war trotz 3 Koffein-Tabletten mit je 35mg, extrem müde. Schonmal auf dem Rennrad geträumt? Also so richtig.. ich jetzt schon. Keine schöne Erfahrung. Ich war drauf und dran abzubrechen, weil ich keinen Unfall provozieren wollte. Ringo hat mir dann Koffeinkaugummis gegeben. Meine Rettung - das werde ich mir auf jedenfall holen. Danke für die Hilfe nochmal.

Gegen 4:30 Uhr kam dann endlich das eigentliche Monster der Tour: die Großglockner Hochalpenstraße. Da ich mich ja nie mit den Anstiegen beschäftige, da sie für mich immer schwer sind, bin ich meinem Motto dieses Jahr treu geblieben: schauen was die anderen machen und dann einfach mal treten, was so geht.

2h später, völlig grau in der Rübe, bin ich als 5. - eigentlich 4., da Ronald in der Masterswertung gefahren ist, angekommen.

Ich muss zugeben, das wird mir in Erinnerung bleiben. Ich, der vermutlich schwerste Fahrer der Truppe, bei DEM Berg Punkte geholt. Vor einigen Jahren war das undenkbar.

Mit Ronald diesen Brecher hochzufahren, war auch super. Am Ende konnte ich sein Tempo aber nicht halten - ich kannte ihn aber schon vom Krusnoton und wusste, dass er eine andere Liga am Berg ist.

Das Finale war dann, wie ein Finale so sein muss: episch, warm, mit viel Leiden und einem verrückten Endanstieg.

Ich denke in vielen anderen Berichten wird noch auf den Kronplatz eingegangen - ich fand es irgendwie cool. Hatte ich doch extra mein "Zweitrad" genutzt, war mir der Verschleiss am Rad ziemlich egal - da muss es zu Hause auch nicht weniger ertragen.

Am besten an der Schlussetappe war für mich eigentlich die gemeinsame Fahrt mit Ronald, Jan, Georg Langer und Rico. Durch das gemeinsame Ackern im Wind und die Gespräche am Staller Sattel, war das Leid doch gut zu ertragen. Nicht so cool war, dass nicht jeder an der Führungsarbeit teilgenommen hat, um dann aber am Sattel zu zünden und auf Platzierung zu fahren. - Wir sind hier nicht bei der Tour de France.

Muss jeder selbst wissen, aber ich persönlich finde so eine Fahrweise der Elbspitze unwürdig.

Völlig erschöpft bin ich dann auch irgendwann oben angekommen.

Endlich mal unter die besten 10, endlich mal richtig mitgespielt bei den Bergwertungen, Hitze, Regen, Müdigkeit, Schmerzen, Glücksgefühle. Es war alles dabei.

Vielen Dank wie immer an alle fleissigen Helferlein.

Ich wiederhole mich hier sicherlich, aber besser als diese Fahrt kann eine Tour nicht organisiert und durchgeführt werden.

Elbspitze 2019 (Georg Langer)

Drei Tage nach der Elbspitze und der Körper hat sich einigermaßen beruhigt, ich spüre fast alle Zehen wieder und die Nahrungsaufnahme ist ebenfalls auf ein normales Maß zurückgegangen.

Die Elbspitze lernt man als Dresdner Rennradfahrer ja schon ziemlich zeitig kennen und ist irgendwie immer so ungreifbar hoch, aber mein Debüt letztes Jahr lief mit fast Top10, ein paar Berg- und roten Punkten besser als erhofft. „Nächstes Jahr fahre ich nicht nochmal mit“ waren meine Worte. Hat ja super geklappt….

Die zweite Teilnahme war nun für mich im Vorfeld deutlich entspannter, kein spezielles Grundlagentraining wie letztes Jahr, viel Geballer und Sprints für den Lausitzcup und ein paar längere Sachen. Weniger trainieren wollte ich ja eigentlich. Eigentlich.

3:30 Uhr klingelt der Wecker. So sehr ich die Zeitnot hintenraus am Ziel verstehe, ne Stunde länger schlafen wäre schon schön. 5 Uhr pünktlich am Start aber irgendwie doch fit und wach auf zur ersten kurzen Etappe nach Olbernhau. Dieses Jahr mit als Punktrichter für das rote Trikot eingeteilt sortierte ich mich mit Bruno vorne ein, man muss ja auch sehen, wem man die Punkte geben soll. Nach einer Stunde plötzlich das erste Mal im Wind, so war das nicht geplant gewesen. Die ersten Bergwertungen habe ich ruhig angehen lassen, dafür immer mal wieder etwas Führungsarbeit neben Topias „The Machine“ Thompson, der das Feld einfach immer weiter vor Sirkos berühmte Marschtabelle geführt hat.

Die Gruppe war einfach unglaublich homogen dieses Jahr, hinten keine Ziehharmonika, vorne kein unnötiges Geballer, diszipliniertes Verhalten, da rollte es sich trotz Sturz und Starkregen wie von alleine durch Tschechien in Richtung Böhmerwald. Dort habe ich mir das Geschehen am Berg mal etwas weiter vorne angesehen, aber weiterhin mit Handbremse um nicht zu überziehen. Bei einer eventuellen weiteren Teilnahme wird dann glaube ich doch mehr geballert.

Die kurzen Schotteranstiege fand ich allesamt gut fahrbar, nach meiner Teilnahme an der Lightwolf Paris-Roubaix Ausfahrt im Frühjahr schockt mich da auch nichts mehr: Bei 5 Grad und Nieselregen der einzige mit Slicks, einziger mit Reifen unter 40mm, einziger ohne Tubeless und einziger ohne Scheibenbremsen. So ein Rennrad ist eben auch nur ein Nutzgegenstand. Der erste Kratzer schmerzt am meisten, also schnell hinter sich bringen.

Bis zur Nachtpause lief es bei mir einfach top. Im Gegensatz zum letzten Jahr keine Probleme mit der Müdigkeit, weiterhin ab und zu vorne gefahren, die Beine liefen rund, keine Beschwerden körperlicher Natur. Nach der Nachtpause der komplette Absturz. Die Augen fielen zu, der Kopf nach unten, 100mg Koffeingel welches für den Glockner geplant war brachten keine Abhilfe. Also die einzige Lösung neben Topias vorne das Feld in den Glockner führen. Sobald es bergan geht ist die Müdigkeit eh vorbei und wenn die Sonne aufgeht ist alles überstanden. Problem der „Strategie“: Nach 1h im Wind ging der Glockner erst los und die Beine taten schon weh. Also 240W für den Anstieg angelegt und das konsequent von Anfang an. Dadurch fand ich mich plötzlich ungewohnt ganz am Ende des Feldes vor dem Besenwagen wieder, alle anderen waren davon geprescht. Aber nach und nach führte die konstante Fahrt dazu, dass ich zusammen mit Frank an meiner Seite das halbe Feld wieder aufrollte und einen unbeschreiblichen Sonnenaufgang im Anstieg des Glockners erleben durfte. Diese Bilder werde ich einfach nie vergessen, DAS Highlight der Elbspitze 2019 für mich!!

Darauf gleich das nächste Highlight: Eine quasi verkehrsfreie Abfahrt bis Heiligenblut. Da konnte man sich mal so richtig ausfahren auf der Straße, die Müdigkeit war wie weggeblasen. Die Frühstückspause kostete ich wie letztes Jahr richtig aus mit Schnitzel, Rührei, Würstchen und noch etwas Müsli hintendran. Komplett unvernünftig aber einfach so gut. Die gewohnte Pausenroutine wurde beim Hochfahren des Wahoo unterbrochen, als plötzlich wieder 0,0km dastanden. Panik pur und alles nur wegen eigentlich sinnnloser digitaler Abzeichen etc. als würde das etwas am Gesamterlebnis Elbspitze ändern.

Für die letzte Etappe hatten wir uns schon als kleine 5er Gruppe gefunden, um dem Wind und flachen Gelände besser trotzen zu können und die meisten nutzten auch ihre letzten Reserven für ein paar Anteile Führungsarbeit. Eigentlich kam jetzt der Teil, den ich in der Vorbereitung am unkritischsten gesehen hatte. Erwartete ich so eine Art Müglitztal mit 3% im Schnitt, waren es in der Realität aufeinanderfolgende kleine Wellen, die mich in Kombination mit dem andauernden Gegenwind psychisch an die Grenze führten. Peter hatte just in jenem Moment seine plötzliche Wiedergeburt, zog von dannen und konnte dadurch gerade noch so die vorherige Ampelphase kriegen und wir sahen ihn erst im Ziel wieder.

Die Abfahrt nach Olang nahmen wir gemütlich in Angriff immer wieder Wasser aus dem Begleitfahrzeug nachfüllend zur Kühlung. Ab dem Furkelpass hieß es dann Feuer frei und alles raus was noch drin war. Zwischenzeitliche Standversuche zwischen Nico und mir bei 15% Steigung gingen ohne Umkippen von statten und bei inzwischen 36°C stampften wir gemeinsam den Pass hinauf. Dann kam das Schotterfinale. Was hatte ich mir da vorher einen Kopf gemacht. „Unfahrbar ab der ersten Kurve“, „Total bescheuert“, „Nur mit dem MTB möglich“. Andreas rief mir direkt im Anstieg zu „Es wird gleich steil! Kette rechts! Äh…links!“ und mein Vereinskollege Wolfgang wartete mit dem MTB als Begleiter, was für ein Service! Die ersten 100 m waren ein sinnloses Gewürge, dann muss ich wegen Sand und steil das erste Mal absteigen. Die Luft im Reifen wurde für bessere Traktion auf ca. 3bar abgesenkt und ein kurzes Steilstück geschoben. Dann ging es wieder auf den Bock und vorsichtig tastete ich mich die Serpentinen (O-Ton Wolfgang: „Nur noch 12 Kurven dann bist du oben“, nicht sehr motivierend) nach oben. Nico und Ronald hatte ich direkt zu Beginn zurückgelassen. Jedes kurze Flachstück wurde zum Trinken genutzt, dennoch hatte ich zwei fast volle Flaschen oben im Ziel. Es gab nicht viele Flachstücke. Irgendwann sah ich Georg schiebend vor mir. Das gab nochmal einen Motivationsschub. „Lass etwas Luft für mehr Traktion ab“ rief ich beim Überholen, Klugscheißen geht eben auch noch nach 758km gut bei mir. Die ausgesuchten Gravel-Reifen waren jetzt genau in ihrem Element. 1km später kamen mal wieder über 20% und ich musste kurz absteigen. Georg sah ich weiter unten wieder auf dem Rad. Dann kam ein Flachstück. Perfekt zum Aufsteigen, doch ich schaffte es nicht mehr, den zweiten Schuh einzuklicken. Also nochmal versuchen. Wieder nicht. Nochmal. Und nochmal. Und nochmal. Georg kam von unten ebenfalls schiebend wieder näher. Unter Druck klappte das Einklicken plötzlich nicht besser. Hätte ich ihm nur keinen Tipp gegeben. Dann irgendwann hat es doch geklappt und ich konnte zum Ende durchfahren. Nur noch ein paar seltsam dreinblickende MTBler und Wanderer die sich wahrscheinlich über die dünnen Reifen gewundert haben mögen. Oder über meinen leeren Blick. Oder die aus dem Mundwinkel hängende Zunge. Dann kam das Ziel. Platz 7, mehr Bergpunkte und mehr rote Punkte als letztes Jahr ohne spezifisches Langstreckentraining. Geil.

Was bleibt jetzt nach einer solchen Fahrt hängen? Der Schlussanstieg: wieder einmal grandios ausgesucht von Sirko, viel zu viele unnötige Gedanken im Voraus gemacht, einfach geil. Die Gruppe: sehr schön harmonisiert, Topias wieder genial vorne im Wind gerödelt wie eine Dampflok, Bruno „Diesmal knall ich nicht rein“ Schädlich den ich bei jeder Wertung hätte verfluchen können, Vincenzo der nochmal vollkommen sinnlos über die Edelweißspitze gerammelt ist, Ringo der sich wie auch immer nach dem Glockner neugestartet hat, ganz stark wieder von allen. Ihr macht die Elbspitze aus!

Aber das Beste kommt natürlich zum Schluss: Vielen Dank an alle Helfer! All jene die entweder im Vorfeld organisiert haben oder bei der Tour mit dabei gewesen sind. Danke, ohne euch wäre solch eine geile Aktion einfach nicht möglich!

Aber nächstes Jahr bin ich nicht mit dabei. Diesmal ganz bestimmt. Bis Sirko den nächsten Endgegner vorstellt…

Elbspitze - eine Hassliebe währt drei Jahre (Jens Eisenreich)

…oder länger. Da ich die Tastatur am PC generell nur mit den Zeigefingern bediene, stört es nicht weiter, dass sich noch drei Finger relativ taub anfühlen. Das war‘s dann aber auch an Rückmeldungen aus dem Körper nach der ES. Dafür werden wieder die emotionalen Hinterlassenschaften dieser Tour so manche Erinnerungsstunde füllen.

Nach dem Finish von 2017 und der „Schmach“ von 2018 war die Zieldefinition klar: 2019 MUSS ich irgendwie ins Ziel – und wenn ich mir für die letzten Kilometer ein paar Latschen borgen und zu Fuß den Berg hochkrauchen muss ;-)

Also, der Reihe nach: Das Training verlief einigermaßen inhaltsreich und zielorientiert, auch Joe Friel’s neue Trainingsbibel half dabei. Eine Leistungsdiagnostik brachte Anfang März recht brauchbare Werte, wobei mir im Ergebnis der Sportmediziner meinen letzten Rückzugszahn gezogen hatte: Das Alter. Er meinte, dass ich eine ziemlich große Range zwischen Ruhepuls und Maximalbelastung habe und wenn das System gesund ist – es ist gesund – dann kann man das Ding auch trainieren. Die Heimat Light und die Erzgebirgstour brachten dann in der Vorbereitungsphase auch ganz zufriedenstellende Ergebnisse.

Hinsichtlich Ernährung hatte ich mich mit 30 Tütchen a 100 Gramm Kohlenhydrate eingedeckt und mir geschworen, das haust du dir auch rein, und sei es als Trockenfutter, wenn’s Wasser knapp wird. Das hat bis zur Nachtpause auch ganz gut funktioniert. Im Zug der Helden, die ständig das Feld anführten – sorry Topias, Ringo und die anderen, ich krame die ganz Zeit im Wortschatz, finde aber nicht die passenden Worte, um Euer Tun ausreichend zu würdigen – hatte ich mich altersgerecht in Reihe 3 bis 5 verstecken können. Denn ich wusste, in den Bergen wird es schwer – unabhängig der Tütchen – und so konnte ich doch über Stunden hinweg mit der stetig erneuerten Energie einigermaßen haushalten. Nach der Nachtpause hatte ich dann mein Ernährungskonzept nicht erklärbar verlassen und die Power meinen Körper. So wurde die Großglocknerstraße eine echte Herausforderung. Leider sind bei mir Kraftausdauer und Motivation so sehr verkuppelt, dass die auch noch abstürzte – ich dachte wieder ans Aufgeben. Die Schlängellinien endeten am Pass. Dort gab es eine Banane und Wasser, danke Andy und Jens W., und nach Durchquerung von zwei schwarzen Löchern ging’s talwärts. Es sollte ja bald Pause sein…

Auf dem Weg nach Winklern traf ich noch Vincenz, der sich wohl an der Edelweißspitze tot gefahren hatte. Meine Erinnerung an dieses Treffen könnte verschwommen sein, glaube aber, dass der Dialog recht kurz ausfiel. Vincenz: „Wer bist Du?“ Ich: „Jens“ Mehr war in diesem Moment nicht zu besprechen.

Für die Reststrecke über Iselsberg und Staller Sattel hatte ich mir vorgenommen, solo zu fahren, denn ich hatte den ganzen Tag Zeit. Nico bestätigte mich noch in dem Plan und meinte „da kannste unterwegs noch schön Eis essen gehen“. Ich dachte eher an Kaffee und Kuchen.

Ich schloss mich dann der Gruppe 2 an, und auf ging‘s hinauf zum Iselsberg. In der Abfahrt musste ich die Speed einkürzen, weil der ganze Vorderbau zu schwingen anfing. Verdammte Sch…, dachte ich, was ist mit dem Rad? Ich erzählte das Topias, der lapidar meinte: „Dir fehlt die Körperspannung, am Rad liegt es nicht“. Aha.

Der Aufstieg zum Staller Sattel begann heftig, die Sonne brannte und die Scheibenbremse quietschte. Das nervte nicht nur mich, sondern auch meine Begleiter. Leichtes Einbremsen half nichts, sinnloses Dranrumbiegen auch nicht. Nach der Verrichtung einer Notdurft, fachgerecht auf einem Misthaufen – ist wirklich wahr, meine nagelneuen SIDI’s sahen entsprechend aus – hab ich mich dann mit dem Quietschen der Scheibenbremse allein vergnügt. Da ich nun keinen Gruppendruck mehr hatte, dachte ich, herrlich, jetzt nehme ich mir Zeit und genieße am Staller Sattel Kaffee und Kuchen. In den Serpentinen hoch zum Sattel kam noch Vincenz vorbeigeschossen, der wollte wohl noch die 13-Uhr-Ampel erreichen. Dann wurde es flach, aber der Sattel noch weit weg, also schön weiterradeln. Ich erkannte eine letzte Rampe, es war 10 Minuten nach 13 Uhr, aber da stand Andy am Wegesrand, der mir zuschrie, gib Gas, du brauchst bis da hoch nur eine Minute, ich: nein zehn, er: nein eine, ich: nein zehn. Ich gab Gas und brauchte eine Minute – und rollte kurz vorm Kollabieren an der grünen 13-Uhr-Ampel vorbei. Schlimmer noch: Kaffee und Kuchen ade. Nach der Abfahrt am Antholzer See noch mal Flaschen gefüllt, in den Gegenwind gestemmt und ab nach Olang. Dort traf ich meine Gruppe wieder.

Letzter Angriff: Furkelpass, Kronplatz – kurz noch eine Pause eingelegt, Banane eingeworfen, Plempe obendrauf. Die Rampen waren extrem. Ich musste noch zweimal anhalten, um weiterzukommen. Die Ankunft am Einstieg zur Schotterpiste schien schon die Enderlösung zu sein. Die sich anschließende Diskussion über die Gefahren mit dem Rennrad da hoch zu wollen und wieder runter, fand einen gütlichen Ausgang: Wir laufen da hoch! Gesagt, getan…

Ziel erreicht, geschafft, Erlösung, die „Schmach“ getilgt, angekommen, Suite – mit Whirlpool im Schlafzimmer – bezogen…

Elbspitze – du bist verrückt wie ich, ich bin verrückt wie du, ohne oder miteinander beiden geht’s nicht wirklich gut. Eine Hassliebe eben! Dank euch allen!

ELBSPITZE 2019 – Als Elite-Einheit in die Dolomiten (Vincenzo)

Mein Kommentar 6 Monate vor dem Start: "Nach der erfolgreichen ElbSpitze 2015, werde ich wieder dabei sein! Die mentale Herausforderung, Großglockner und Edelweißspitze, die Unmengen an Plempe, der Schlussanstieg zum Kronplatz, der harte Zeitplan und das Trikot. Darauf werde ich top vorbereitet sein! Aufgeben ist keine Option, das Ziel ist das Ziel!"

Ein Erlebnisbericht von Vincenzo No 22.

STRAVA: https://www.strava.com/activities/2548192176

ElbSpitze. Eine Radtour von Dresden in die Alpen. NONSTOP. Erzählt man von diesem Vorhaben, dann ist die erste Reaktion oft, das ist nicht zu schaffen. Unmöglich. Nicht in dieser kurzen Zeit. Und ich denke, genau diese Reaktion ist es, die die ElbSpitze für viele zu einem sportlichen Lebensziel werden lässt. Auch mir erschien dieses Ziel damals einfach unerreichbar und genau deshalb wurde es mein Ziel. Nach dem Motto: „If it’s impossible, it’s a good goal to have.“ Es ist schon erstaunlich, wie viele Erlebnisse, Personen, Emotionen, Schmerzen und Gefühle ich allein mit diesem einen Wort ElbSpitze verbinde. 2015 fuhr ich mit 22 Jahren meine erste ElbSpitze. Das war das absolut Härteste, was ich meinem Körper jemals zugemutet habe. Bis heute. Auf elbspitze.de gibt es meinen Bericht dazu. Ich dachte danach lange, das wirst du nicht nochmal machen. Zu groß waren die Bedenken, nicht mehr die nötige mentale Stärke aufbringen zu können, um eine solche Tortur ein zweites Mal erfolgreich zu überstehen.

Petz Racing. Dieses Team gibt es seit 2016. Ich durfte von Anfang an dabei sein. Immer wenn ich mein Petz-Trikot überstreife, dann bin ich dankbar und auch etwas stolz, Teil einer so genialen Mannschaft zu sein. Es geht in erster Linie nicht um sportliche Erfolge und Rekorde oder darum, Gegner zu eliminieren. Es ist die Leidenschaft zum Rad- und Ausdauersport, die unser Team zu einer so starken Einheit zusammenschweißt. Dieser enorme Rückhalt ist für mich die größte Motivation, mich im Rennen an die Grenze zu bringen. Im Petz-Trikot gibst du nicht einfach auf, du ziehst durch. Ich weiß nicht genau warum, aber 2019 fühlte ich mich einfach wieder bereit für die ElbSpitze. Motiviert, mich optimal vorzubereiten, um am 19. Juli die unvorstellbare Strecke von Dresden, über Großglockner, Edelweißspitze und Staller Sattel zum Kronplatz zu bezwingen. Ab Februar stand ich wieder in der offiziellen Starterliste.

Livigno. Meine ElbSpitze 2019 beginnt nicht an der Frauenkirche, sondern in eben diesem 1816 Meter hoch gelegenen Ort in den Alpen. Eine Woche Höhentrainingslager mit Annett, Robert, Thomas und Hendrik gute 6 Wochen vor der ElbSpitze. Traumhafte Passstraßen: Stelvio, Umbrail, Mortirolo, Gavia, Bernina, Forcola di Livigno, Fuorn, Eira und Foscagno. Durch den massiven Schneefall im Winter, waren viele Pässe im Juni offiziell immer noch nicht freigegeben. Am Umbrail rollten wir zwischen meterhohen Schneewänden hindurch, wateten durch eisiges Schmelzwasser am Gavia und sahen unzählige Murmeltiere, die wie wir die fast menschenleere Landschaft genossen. Sogar im kleinsten Krankenhaus der Schweiz waren wir… =/ Die Tage in Livigno waren für uns alle schon ein richtiges Saison-Highlight. 5 Sportler, die einfach jeden Tag zusammen auf dem Rad verbringen und sich abends über jedes noch so persönliche Detail unterhalten, ohne sich dabei allzu ernst zu nehmen. Genau das macht diese Petz-Einheit aus.

Nach dem Trainingslager ist vor der ElbSpitze. Dies galt zumindest für mich. Zurück in Dresden trainierte ich weiter, absolvierte konzentriert meine Trainingsstunden, achtete auf die Gesundheit und schärfte den Fokus auf mein großes Saisonziel. Auch Annett, die ich zum ersten Mal bei der Erzgebirgstour 2016 getroffen hatte, wollte zu Hause weiter trainieren. Auf die Frage, ob sie denn dieses Jahr auch zu ihrer zweiten ElbSpitze starten würde, bekam ich keine eindeutige Antwort. Doch so wie ich sie kannte, gab es daran keinen Zweifel mehr. Zumindest für mich nicht! Unsere Verabredungen zum Training sahen meistens so aus: Rad-Emoji + Fragezeichen und Rad-Emoji + Ausrufezeichen, Uhrzeit, Treffpunkt. Mehr brauchte es nicht. Raus auf die Straßen und Kilometer machen. Langstreckenform prüfen und vor allem entspannt bleiben. Die Regeneration nahmen wir dabei nicht immer ganz so ernst… =D

Noch eine Woche bis zum Start. Oft wurde ich gefragt, was denn das Entscheidende bei einer ElbSpitze ist. Es ist eindeutig der Kopf. Du kannst noch so viel trainiert haben, wenn du nicht voll fokussiert bist dein Ziel unbedingt zu erreichen, dann wird es verdammt schwer. Ich war fokussiert. Ich hatte optimal trainiert, wusste was mein Körper leisten kann und auch mein Rad war topfit. Zeit für Erholung. Nochmal eine Nacht im Hochland schlafen und dann den Rucksack packen. Ich erinnerte mich an den Tipp von Andreas, alles in kleineren Beuteln unterzubringen, um es dann möglichst schnell wieder zu finden. Ich hatte jeweils einen Beutel für Sportsachen, Elektronik, Verpflegung und Hotel. Perfekt. Nachdem ich noch den GPS-Track auf mein Garmin übertragen hatte, war ich bereit. Bereit für den Kronplatz. Wie schon 2015, stand ich mit jetzt 26 Jahren wieder als Jüngster im ElbSpitze-Kader.

Raceday. Endlich geht es los. Den Wecker 3:30 Uhr brauchte ich eigentlich gar nicht. Ich konnte es kaum erwarten. Von Aufregung keine Spur. Anziehen, einen halben Liter Rote Beete Saft mit 60 Gramm Maltodextrin und einen Rockstar-Energy zum Frühstück, Zähneputzen, Rucksack hochwuchten und ab auf den Bock. An der Frauenkirche dann eine ruhige, konzentrierte Stimmung. Jeder bekommt seinen weißen Seesack mit entsprechender Startnummer, worin dann die persönliche Ausrüstung für die Tour verstaut wird. Unter dem Sattel werden die Startnummern mit Namen angebracht. Ich hatte die Nummer 22. Und natürlich bekommt jeder sein ElbSpitze-Trikot. Eins von nur insgesamt 19 dieses Jahr. Eine kleine Elite. Pünktlich 5:00 Uhr startete unser Feld mit den dunkelgrauen Begleit-Vans in Richtung Alpen. Klar hatte ich Respekt, doch wollte ich dieses Jahr nicht einfach nur mitrollen. Die erste Bergwertung war mit Geldprämien dotiert und ich attackierte direkt unten im Anstieg. Nur Thomas und Sirko gingen mit, genau wie ich es erwartet hatte. Auf Platz 3 rollte ich oben über die Linie und sicherte mir meine erste Prämie in einem Radrennen überhaupt. Es folgten weitere kleinere Bergwertungen, bei denen ich Antritte forcierte, ohne dabei ernsthaft um die Punkte fahren zu wollen. Ich fühlte mich stark und hatte einfach Spaß auf dem Rad zu sein.

Dann kam der Regen. Regen ist deutlich untertrieben, es schüttete extrem und alle waren sofort komplett durch. Im Training hatte ich eine Woche vorher schon mehrere Stunden Starkregen erlebt, meine Motivation war daher ungebrochen. Doch dann passierte es. Vor mir blockierten die ersten Hinterräder und in einer Linkskurve kamen Annett und Ringo zu Fall. Beide wurden umgehend versorgt und saßen nach kurzer Zeit mit Verbänden wieder auf dem Rad. Genau das ist dieser absolute Wille, niemals aufzugeben. Ganz großer Sport. An der kommenden Bergwertung gab es wieder Prämien. Und wir gaben uns auch direkt wieder richtig die Kante. Bei der ElbSpitze. Nach erst 300 Kilometern. Völlig verrückt. Da es nicht wirklich viel steiler wurde, entschied ich mich dann doch rauszunehmen und auf Annett zu warten um zu schauen, wie es ihr geht. Sie sah wieder richtig gut aus auf ihrem Canyon. Ruhiger Oberkörper, runder Tritt, fokussierter Blick. Beeindruckend. In der anschließenden Pause montierten wir Licht und rollten in den nächsten Abschnitt. Auf unser Führungsfahrzeug Topias war immer verlass und so erreichten wir ohne besondere Vorkommnisse die Abendpause. Manchmal kam unser Fotograf Philipp neben das Feld, eine sehr willkommene Abwechslung bei der doch eher eintönigen Strecke. Vielen Dank für die vielen grandiosen Bilder! Unsere Seesäcke standen bereit, es gab lecker Nudeln und wir konnten uns kurz entspannen. Wie in jeder Pause bereitete ich 4 Flaschen Plempe vor. Immer 2 am Rad und 2 im Begleitfahrzeug hinter dem Feld.

Der nun folgende Abschnitt war die erste echte Prüfung auf dem Weg zum Kronplatz. Fast 5 Stunden durch die Dunkelheit bis zur legendären Nachtpause. Ich hatte jetzt das frische Petz-Trikot, Weste und Armlinge angezogen. Unser Feld schoss mit einer Entschlossenheit durch die Nacht, da bekommt man schon etwas Gänsehaut. Wir waren durch nichts aufzuhalten. Jeder machte seinen Job. Ein unbeschreibliches Teamgefühl. Es wurde kaum gesprochen, nur das Rauschen der Laufräder auf perfektem Asphalt war zu hören. Bestes Geräusch! Das änderte sich Punkt Mitternacht mit dem Glockenschlag einer Kirchturmuhr in der Nähe von Salzburg. Es ging in die nächste Gravel-Bergwertung. Für Rennrad-Verhältnisse war es ein hochalpiner Bergweg, doch auch das konnte keinem von uns etwas anhaben. Unser Teamgeist wurde dadurch eher noch stärker. Mission Kronplatz! Die letzte Stunde wurde dann doch noch etwas zäh. Ich freute mich auf meine bewährte Carlsberg-Decke, die schon bei einer Bikepacking-Tour im kalten Skandinavien 2 Wochen als Schlafsack- und Isomatten-Ersatz gedient hatte. Wie aus dem Nichts flog mir plötzlich von weiter vorn eine Hand voll Studentenfutter ins Gesicht. Danke Jungs! =P Endlich Nachtpause. Ich zog mich sofort um, denn am bevorstehenden Hochtor waren aktuell nur 4°C gemeldet. Armlinge, Langarm-Funktionsshirt, Langarm-Trikot, Windweste, Halstuch. Nach einem Teller Kartoffelsuppe holte ich dann die Decke und meine Winterjacke und legte mich neben meinen Seesack einfach aufs Kopfsteinpflaster. Mütze über die Augen und kurz ausruhen. Nicht schlafen, um dann besser wieder in Tritt zu kommen.

Ab jetzt wurde es wirklich ernst. Noch 220 Kilometer und etwa 5000 Höhenmeter bis zum Ziel galt es zu überwinden. Vorbei an Zell am See, bogen wir noch im Dunkeln in die Großglockner Hochalpenstraße ein. 2,5 Stunden am Stück immer steiler bergauf. Darüber dachte ich nicht nach. Ich kannte den Anstieg, wusste, dass vor der Mautstation noch ein letztes Flachstück kommt und wollte unbedingt im Windschatten der Ersten bleiben. Ich gab alles und schaffte es nicht. Danach schlug die Müdigkeit voll zu. In der Morgendämmerung rollte ich auf einer der schönsten Passstraßen in den Alpen. Keine Touristen, kein Verkehr. Die Bergkulisse leuchtete rot-orange in der aufgehenden Sonne. Doch mein Blick ging immer wieder nach unten. Nicht anhalten. Immer weiter. Nach und nach kamen die anderen von hinten an mir vorbei. Ich hatte den körperlichen Tiefpunkt erreicht. In diesen Momenten musst du dich auf deine Stärken besinnen. Absoluter Fokus, das ist die ElbSpitze, das ist ganz normal. In den letzten Serpentinen überholte ich auf der Straße eine Herde Schafe, die ich am liebsten gezählt hätte… Dann sah ich sie, die Edelweißspitze. 2571 Meter über dem Meer. Ein Stich, 1,5 Kilometer lang und im Schnitt 10% steil. Kopfsteinpflaster. Auch wenn das Trikot der Sonderwertung sicher schon vergeben ist, dort fährst du jetzt noch hoch! Am Abzweig stand einer unserer grauen Vans. Andreas rief mir zu, dass bisher nur Thomas die 150 Extra-Höhenmeter erklommen hatte. Ich musste dort hoch! Die warme Morgensonne schien mir auf die Oberschenkel und ich genoss jeden einzelnen Pflasterstein. Allein auf der Edelweißspitze. Unbeschreiblich!

Als Vorletzter kam ich durch den dunklen, nassen Tunnel am Hochtor, wo mir Holger einen warmen Tee servierte. Jetzt noch runter nach Heiligenblut mit der bekannten Kirche St. Vinzenz und dann schnell durchrollen zur allerletzten Pause in Winklern. So dachten einige von uns. Doch aus schnell wurde nichts. Kilometermarkierungen auf der Straße teilten dir alle 200 Meter mit, dass du es noch lange nicht geschafft hattest. 22 Kilometer lang. Eine weitere Probe für den Kopf. Endlich angekommen, war ich dann ziemlich am Ende. Ich legte mich in den Schatten, trank Cola und zog für den finalen Abschnitt wieder das ElbSpitze-Trikot an. Die Sonne brannte schon jetzt am Vormittag gnadenlos vom Himmel. Unser Feld hatte sich in zwei Gruppen aufgeteilt. Ich fuhr in der etwas entspannteren Gruppe 2, einige Minuten hinter Gruppe 1.

Noch 110 Kilometer, 3000 Höhenmeter und etwa 7 Stunden bis zum Kronplatz. Über Lienz ging es auf einer großen Schnellstraße nach Huben. Wie beim Mannschaftszeitfahren wechselten wir uns in der Führungsarbeit ab, um diese gefährliche Landebahn schnellstmöglich hinter uns zu bringen. Danach begann direkt der vorletzte schwere Anstieg, der Staller Sattel. 35 endlose Kilometer bis nach Italien. Gegenwind. Wieder musste ich reißen lassen, um dann langsam in der sengenden Sonne zu verglühen. Doch das Versorgungsteam war rechtzeitig zur Stelle und kippte mir vor einem Tunnel eiskaltes Wasser in den Nacken. Komplett nass rollte ich in den Tunnel und es wurde kurzzeitig Winter… Die Besonderheit am Staller Sattel ist die Ampel auf der Passhöhe. Die Abfahrt ins Antholzer Tal ist immer nur zur vollen Stunde für genau 15 Minuten geöffnet. Auf keinen Fall wollte ich oben an der roten Ampel stehen. Ich begann zu rechnen. Kilometer, Zeit, Durchschnittsgeschwindigkeit. Das wird eng, du musst es schaffen. Fast eine Stunde lang fuhr ich Anschlag, nochmal alles raus was ging. Ich flog erst an Jens, später an Annett und Topias vorbei, die zwischenzeitlich schon fast 10 Minuten Vorsprung herausgefahren hatten. Als ich oben ankam, war die Ampel rot. 2 Minuten zu zeitig. Sogar einige aus Gruppe 1 standen noch oben. Yeah!

In der Abfahrt nahm ich dann komplett raus. Die Beine waren nach dem Zeitfahren zum Staller Sattel schon sehr mitgenommen. Ich schaute in die Landschaft und suchte den Kronplatz, konnte aber keinen würdigen Schlussanstieg ausmachen. Egal, einfach nur noch der Garmin-Linie folgen und keine Standzeit mehr. Es wurde wieder unerträglich heiß im Tal. Am Begleitfahrzeug ließ ich mich nochmal komplett duschen, wobei durch die plötzliche Kälte kurz die Atmung außer Kontrolle geriet. Außerdem nahm ich statt Plempe eine Flasche mit normalem Wasser, damit ich auch ohne Unterstützung weiter kühlen konnte. Notfalls hätte ich mir auch Plempe ins Trikot gekippt. Endlich, der letzte Anstieg. 1300 Höhenmeter noch. Vor meinem inneren Auge stand ich schon oben am Kronplatz. Steile Rampen, wenige Kurven, volle Motivation. Die letzten 5 Kilometer zum Ziel standen mit Gravel im Roadbook. Ich war wirklich gespannt und erwartete jederzeit den Abzweig. Dort angekommen dann die Überraschung. Ich war im Ziel. Nein. Doch. Gruppe 2 war wieder komplett. Andreas und Thomas gaben uns zu verstehen, dass es jetzt hier nicht mehr weiter geht. Nur grober, loser Schotter, viel zu steil und viel zu gefährlich. Und sollten wir oben die letzte Gondel ins Tal verpassen, müssten wir denselben Schotterweg wieder hinunter. Auf 25C-Reifen. Vor uns waren alle oben am Kronplatz gewesen, doch keiner hatte dieses Stück ohne Schieben oder Sturz geschafft. Für uns sollte deshalb das Ziel nach unten verlegt werden. Auf einen unspektakulären, staubigen Parkplatz im Wald. Das passte uns überhaupt nicht. Wir hatten eine Mission zu erfüllen, wir mussten hoch zum Kronplatz. Die anderen zogen sich Laufschuhe an und ließen die Räder am Auto. Ich wollte unbedingt auf meinem Canyon ganz oben ins Ziel kommen. Überall wo es irgendwie möglich war, stieg ich wieder aufs Rad. Auch ich lag einmal kurz im Dreck. Einfach durchziehen jetzt. Als ich den Gipfel schon sehen konnte, überholten mich zwei Mountainbiker. Beide kannten die ElbSpitze, sprachen mir ihren größten Respekt aus und gaben mir auch noch eine Trinkflasche. Nochmal vielen Dank nach Freiberg! =)

16:30 Uhr. Die letzten steinigen Meter. Trikot zu machen und den Auftrag zu Ende bringen. Auf diesen Moment hatte ich über ein halbes Jahr lang hingearbeitet. Ich rollte wirklich über die Ziellinie der ElbSpitze 2019. Es war überwältigend, ich musste erstmal kurz den Kopf auf dem Lenker ablegen. Ich war stolz. Nicht auf meine eigene Leistung, sondern auf die des gesamten Teams. Ich dachte an die letzten Trainings mit Annett, wo es am Ende nur noch ein Thema gab, den Kronplatz. Jetzt standen wir da oben, wir hatten unser Ziel erreicht!

„If it’s impossible, it’s a good goal to have.“

Die ElbSpitze. Sie ist viel mehr als nur eine extreme sportliche Herausforderung. Sie ist ein außergewöhnliches Team-Event, welches man in dieser Form nur ganz selten erleben kann! Selbst Abendbrot und Frühstück im Hotel oder die Rückfahrt bleiben für mich unvergessen. Vielen Dank an euch 18 Sportler, es war mir eine Ehre mit so einem geschlossenen Feld in die Dolomiten zu rollen. Dankeschön auch an alle, die sich für mein wichtigstes Saisonziel interessiert und mich in der Vorbereitung motiviert und unterstützt haben. Mein größter Dank geht an das gesamte ElbSpitze-Versorgungsteam, ihr seid einfach die Besten!

Danke für dieses einmalige Wochenende. =')

[17.07.2019] Aktualisierung Track & Roadbook

Der finale Track inkl. Pausenanfahrung in Pfarrkirchen, Hotel und Höhendaten steht ab sofort zur Verfügung. Auch ein Blick ins finale Roadbook lohnt, die wichtigsten Änderungen: Hinweise zur Lichtmontage, Pausenverpflegung, -orte und -zeiten, Verlängerung des Nachtabschnittes bis Weißbach. Bis Freitag Früh an der Frauenkirche!

[15.07.2019] Roadbook und Gpx Datei fürs Navi!

Hier nun das Roadbook und der Track zum Download. Bitte ladet Euch das Roadbook runter und führt es auf der Tour mit (ausgedruckt oder auf dem Smartphone). Hier findet Ihr wie immer alle Details zum Ablauf, zur Strecke und wichtige Kontaktdaten. Außerdem zum Download der aktualisierte Track als Gpx Datei.

Bleibt gesund und aufgeregt. Wir sehen uns am Freitag!

[06.07.2019] Noch 13 Tage bis zum Start!

In gar nicht mehr so vielen Tagen werden wir um 5 Uhr an der Frauenkirche die 12. Elbspitze unter die Räder nehmen. Wir hoffen ihr habt euch bis jetzt ordentlich vorbereiten können und geht jetzt gelassen ins Tapering. Folgende Informationen möchten wir euch heute schonmal an die Hand geben:

Die Startnummer stellen sich wir folgt dar (rot: normale Wertung U45, weiß: Master-Wertungen Ü45)

1Sirko Kamusella
2Frank Lehmann
3Jürgen Schäfer
4Gerald Hildebrandt
5Christian Süß
6Georg Langer
7Ringo Kuchinke
8Bruno Schädlich
9Topias Thomsen
10Nico Kuchinke
20Georg Inderst
21Jens Eisenreich
22Vincenz Porstmann
30Ronald Czekalla
31Christian Kranert
32Peter Benedix
33Jan Kubetzek
34Hendrik Kühn
35Gerd Knauber
36Rico Werner
40Annett Jalowi

Vorraussichtlich am Mittwoch vor der Elbspitze werden wir ein Roadbook veröffentlichen, in dem der anvisierte Zeitplan und nähere Informationen zu Pausen, Bergwertungen, Hotel, Begleitern, etc. drinstehen. Plant bitte ein bisschen Zeit dafür ein.

Außerdem wird der Track dann auf Stand gebracht, wird also Pausenstützpunkte und ggf. Umleitungsstrecken enthalten, auch hier bitte am besten noch abwarten mit hochladen auf die Geräte.

[15.06.2019] Terminverschiebung V5 auf 30.6.

Da am ursprünglichen Termin keiner der Organisatoren die Vtour guiden kann, verschieben wir die Runde um eine Woche auf den 30.6.2019. Wer sich auf den ursprünlgichen Termin eingeschossen hatte, kann sich vielleicht mit Topias zusammentun, der auf jedenfall fahren wird. Kontakt zu Ihm findet ihr in der Sammelemail, die ihr alle von Sirko bekommen habt.

[29.05.2019] T-Shirt Sponsor gefunden - Multicar Berlin

Kurzfristig erreicht uns die positive Nachricht, dass uns Johannes Braun aus Berlin mit seiner Firma Multicar-Berlin unterstützen möchte. Wir freuen uns, dass die Braun & Noack Kommunaltechnick GmbH die Produktionskosten unserer Elbspitze T-Shirts übernimmt und wir somit, wie mittlerweile üblich, jedem Fahrer und Helfer ein Erinnerungsstück aushändigen können. Danke sagt das Orgateam der Elbspitze.

[19.05.2019] Neuer Sponsor -Die Waffelmacher-

Wir freuen uns, Euch einen neuen und nebenbei auch unseren ersten ausländischen Sponsor des Ultraradmarathons Elbspitze 2019 präsentieren zu können. Das österreichische Familienunternehmen wird exklusiv das Trikot des aktivsten Fahrers sponsorn. Hier könnt Ihr Euch schon ein Bild vom roten Lappen machen, das wieder einmal hart umkämpft sein wird.

[13.04.2019] Neuer Sponsor SWT

Wir begrüßen einen neuen Sponsor des Ultraradmarathons Elbspitze 2019 und freuen uns sehr für die zugesicherte Unterstützung der SWT Service GmbH aus Dresden. Seit 1999 in Dresden Strießen sind Ronny Teich und Thomas Glombik als Geschäftsführer sowie die fleißigen Mitarbeiter aktiv im Handwerk und auf der Tribüne unserer sächsischen Fußballvereine. Anbei gleich das neue Design der exklusiv von der SWT übernommenen Masterswertung. Wir sind weiterhin auf der Suche eines neuen Hauptsponsors. Sollten Sie sich angesprochen fühlen und eine Radsportveranstaltung mit inzwischen 12jähriger Geschichte aus Sachsen unterstützen wollen, freuen wir uns über Kontaktaufnahme.

[14.03.2019] Achtung: Eierberg verschoben auf Sonntag 17.3.2019

Liebe Radsportler, aufgrund der Wetterprognosen findet der Marathonaufgalopp nun am Sonntag statt, wo wir hoffentlich trockene Bedingungen haben werden. Treff 8:00 Uhr am Ullersdorfer Platz in Dresden Bühlau.

[06.01.2018] Auf eine gute Saison 2019!

Wir wünschen euch für das kommende Jahr alles erdenklich Gute, allen voran Gesundheit.

Pünktlich zur neuen Saison stellen wir euch unsere diesjähriges Vorbereitungstourenprogramm vor, was kaum einen Flecken der Dresdner Umgebung unberührt lässt.

Schon jetzt freuen wir uns auf eine rege Beteiligung und hoffen, dass ihr eine angemessene Vorbereitung habt bis zum ersten großen Wiedersehen am Eierberg.

[31.10.2018] Anmeldung ab sofort möglich

Die Elbspitze 2019 wird uns zum Kronplatz führen. Alle Infos zur Strecke findet ihr hier. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Das Vorbereitungstourenprogramm werden wir zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.

[24.10.2018] Vortrag im Museumsbahnhof Edle Krone am 27.10.2018 ab 14 Uhr

Kommenden Sonnabend, der 27.10.2018 um 14 Uhr, wird es im Museumsbahnhof Edle Krone neben zwei weiteren Reisevorträgen auch eine Präsentation zur Elbspitze geben. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag erfahrt ihr hier alles Wesentliche und einiges Details zum Ablauf einer Elbspitze, insbesondere auch zur 10. Auflage.

[09.10.2018] 11. Elbspitze: 19.7. & 20.7. 2019

Die nächste Elbspitze wird zu einem ungewöhnlich späten Zeitpunkt am 19. und 20. Juli 2019 stattfinden. Das Ziele wurde festgelegt, es hebt sich in einer Eigenschaft deutlich von den bisherigen "Endgegnern" ab. Auch die Zielabschnitt wird aufgrund örtlicher Gegebenheiten vor allem von taktischen Überlegungen geprägt sein.

Welche Besonderheiten euch genau erwarten erfahrt ihr zur Streckenpräsentation am 1.11.2018, lasst euch überraschen. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die Anmeldung freigeschaltet.

[13.08.2018] Nachbestellung Trikots usw.

Heute haben wir die Order für die uns erreichten Bestellungen an unseren Hersteller übergeben. Wir informieren Euch, sobald wir Vollzug melden können.

[25.07.2018] neue Berichte

Auch knapp 4 Wochen nach der Elbspitze haben uns wieder neue Berichte von Gerald und Tobias erreicht, vielen dank euch und den Lesern viel Spaß bei der Lektüre!

[21.07.2018] Offizielle Fotos

Liebe Elbspitzler und Elbspitzlerinnen =)!

Nun endlich ist es soweit. Ihr musstet euch einige Zeit gedulden, bis ihr endlich die Bilder von der diesjährigen Elbspitze erhaltet.

Bevor ihr euch die Bilder anschaut, möchte ich euch erstmal noch ein paar kleine Dinge mitteilen.

Zuallererst möchte ich mich für diese tolle Veranstaltung bedanken. Ihr Fahrer habt mir sehr geholfen, gute Bilder von euch zu machen. Anders als im letzten Jahr, habe ich nochmal deutlich mehr Wert darauf gelegt, möglichst alle Teilnehmer über die gesamte Strecke zu fotografieren. Daher gibt es oft von den gleichen Stellen mehrere Bilder. Das hat für mich deutlich mehr Aufwand in der Nachbearbeitung gebracht und bedeutet vielleicht auch für euch, dass ihr eure "persönlichen" Bilder länger suchen müsst. Leider konnte Philipp Klähn nicht immer geduldig neben dem Feld herfahren, sodass vor allem von den aktivsten Fahrern die meisten Bilder vorhanden sind. Die Thomsen-Brüder kommen sehr oft vor. Ich hoffe, dass sich einzelne Fahrer dadurch nicht benachteiligt fühlen!

Desweiteren möchte ich erwähnen, dass die Bilder nicht "Out of Cam" sind. Ich habe alle Bilder bearbeitet und versucht bei der Fülle an Bildern die Stimmung der einzelnen Abschnitte wiederzugeben. Ich hoffe sehr, dass sich die Mühe gelohnt hat und die Bilder bei euch gut ankommen. Falls der Eindruck entsteht, ich hätte zu wenig aussortiert...ich hatte über 3500 Bilder an diesem Wochenende gemacht ;).

Link zu den Fotos =)

(Am 15. August erlischt der Link. Bitte unbedingt vorher alle persönlichen Bilder herunterladen!!!)

Wenn das Orga-Team möchte, stelle ich nochmal eine reduzierte Auswahl an Bildern zusammen. Bitte gebt mir dazu in diesem Falle noch eine kurze Antwort.

Ich bin sehr doll gespannt auf euer Feedback und ich würde mich natürlich auch über einen kleinen Geldbetrag als Dankeschön freuen =).

Ihr könnt mir Geld auf mein Konto und per Paypal überweisen. Bitte immer mit dem Verwendungszweck "Fotos Elbspitze 2018".

Philipp Zieger

GLS Gemeinschaftsbank eG

BIC: GENODEM1GLS

IBAN: DE 144306 0967 1164 4004 00


oder....


paypal.me/PZieger


Viele Grüße,

Philipp Zieger





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